Mehr Passagiere Ryanair erwartet nach Gewinn einen starken Sommer

Passagierzahl verfünffacht, Umsatz versiebenfacht - Ryanair-Chef Michael O'Leary fliegt zurück in die Gewinnzone und erwartet nun einen starken Sommer. Eine Gewinnprognose für das Gesamtjahr wagt er dennoch nicht.
Da geht noch was: Ryanair-Chef Michael O'Leary

Da geht noch was: Ryanair-Chef Michael O'Leary

Foto: Eva Manhart / dpa

Der irische Billigflieger Ryanair ist dank deutlich gestiegener Passagierzahlen zurück in der Gewinnzone. Im Quartal von April bis Juni verdiente Ryanair unter dem Strich 170 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das sind rund 20 Millionen mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Im von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von 273 Millionen Euro.

Die Zahl der Passagiere stieg in den drei Monaten um mehr als das Fünffache im Vorjahresvergleich auf 45,5 Millionen. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich von 73 auf 92 Prozent. Der Umsatz versiebenfachte sich in diesem Zuge auf 2,6 Milliarden Euro. Im Sommer will Ryanair-Chef Michael O'Leary (61) rund 15 Prozent mehr Flüge anbieten als vor der Pandemie im Jahr 2019 - trotz der jüngsten Engpässe an vielen Airports.

Quartalsgewinn noch deutlich unter Vorkrisenniveau

Der Quartalsgewinn liegt aber weiter deutlich unter Vorkrisenniveau: 2019 hatte Ryanair von April bis Juni noch 243 Millionen Euro Gewinn erzielt. Laut Fluggesellschaft liegt der niedrigere Gewinn in diesem Jahr auch an den niedrigeren Ticketpreisen. Gegen die hohe Preissteigerung des Treibstoffs hatte Ryanair sich demnach abgesichert.

Die Airline hatte ihre Verluste bereits im zurückliegenden Geschäftsjahr bis Ende März stark verringern können. Unter dem Strich stand ein Minus von 355 Millionen Euro. Zu einer Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr sieht sich das Management aufgrund vieler Unsicherheiten jedoch weiterhin nicht in der Lage.

Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März 2023 erwartet die Fluggesellschaft früheren Angaben zufolge 165 Millionen Passagiere. Das wären mehr als die 149 Millionen Menschen, die Ryanair vor Beginn der Pandemie befördert hatte.

rei/AFP/dpa-afx
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