Nach Milliardenverlust Ryanair zeigt sich optimistisch

Ryanair hakt das alte Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust ab. Unter bestimmten Bedingungen hält der Billigflieger und Lufthansa-Konkurrent im laufenden Jahr ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle für möglich.
Ryanair-Chef Michael O’Leary

Ryanair-Chef Michael O’Leary

Foto: LAURIE DIEFFEMBACQ/ AFP

Europas größter Billigflieger Ryanair ist wegen der Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in den roten Zahlen gelandet. Unter dem Strich stand für die zwölf Monate bis Ende März ein Minus von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 glaubt das Management um Ryanair-Chef Michael O'Leary (60) an ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle, wagt wegen der Unsicherheit rund um die Corona-Pandemie aber keine konkrete Prognose. Die Erwartungen basierten auf der Annahme, dass die Impfkampagnen erfolgreich sind und die Regierungen in Europa die Reisebeschränkungen rechtzeitig vor der wichtigen Sommersaison ab Juli aufheben. "Wir erwarten, dass wir von einem starken Anstieg der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2021 profitieren werden und freuen uns darauf, im Sommer 2022 zu einem Wachstum auf Vor-Corona-Niveau zurückzukehren", hieß es weiter.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Ryanair ein Passagieraufkommen am unteren Ende der ausgegebenen Zielspanne von 80 bis 120 Millionen Fluggästen. Im laufenden ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni dürften es lediglich 5 bis 6 Millionen werden. Im Geschäftsjahr bis Ende März beförderte Ryanair 27,5 Millionen Passagiere.

rei/DPA/AFP
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.