Autobauer Renault verkauft alle Russland-Beteiligungen – mit Rückkaufoption für Avtovaz

Der französische Autobauer Renault trennt sich komplett von seinem Russland-Geschäft, behält sich aber vor, die Avtovaz-Anteile in den kommenden sechs Jahren zurückzukaufen. Renault-Chef Luca de Meo spricht von einer "schwierigen" Entscheidung.
Renault-Generaldirektor Luca de Meo: "Heute haben wir eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen"

Renault-Generaldirektor Luca de Meo: "Heute haben wir eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen"

Foto: Eric Piermont / dpa

Der französische Autobauer Renault stellt seine Aktivitäten in Russland wegen des Krieges in der Ukraine komplett ein und gibt alle Unternehmensbeteiligungen ab. Wie der Konzern am Montag in Boulogne-Billancourt mitteilte, verkauft Renault sämtliche Anteile an Renault Russland an die Stadt Moskau und seinen Anteil am Hersteller Avtovaz an das Zentralinstitut zur Entwicklung von Automobilen und Motoren (Nami). Für die Avtovaz-Anteile gebe es eine Rückkaufoption in den kommenden sechs Jahren. Die Renault-Aktie  gab am Montagvormittag knapp 0,2 Prozent nach.

"Heute haben wir eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen", sagte Renault-Generaldirektor Luca de Meo (54). Renault behalte sich die Möglichkeit offen, in einem anderen Kontext nach Russland zurückzukehren.

Der Wert der Beteiligungen in Russland in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro werde zum ersten Halbjahr 2022 ausgebucht. "Ich habe Vertrauen in die Fähigkeit der Renault Group, ihre Transformation weiter zu beschleunigen und ihre mittelfristigen Ziele zu übertreffen", sagte de Meo.

dri/dpa-afxp
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