Großaktionär Naspers Die Strippenzieher hinter Delivery Hero

Der Südafrikaner Koos Bekker hat dank eines genialen Deals die globale Internetholding Naspers geschaffen. Deren 100-Milliarden-Tochter Prosus ist größter Anteilseigner des Berliner Start-ups - und mischt gerade den Markt für Essenslieferdienste auf. 
Coup der guten Hoffnung: Naspers-Chairman Koos Bekker mit Ehefra Karen.

Coup der guten Hoffnung: Naspers-Chairman Koos Bekker mit Ehefra Karen.

Foto: Scott Olson / AFP / Getty Images

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Dies ist die aktualisierte Version des Textes "Coup der guten Hoffnung", der am 11.9.2019 erschien.

Wenn Bob van Dijk (47) über das Thema Food Delivery spricht, klingt er regelrecht begeistert. Klar, noch ist das Geschäft nicht profitabel, aber die Zukunft sieht er ganz, ganz groß: „Das ist das größte E-Commerce-Business in meinem Leben.“

Van Dijk ist CEO des Unternehmens Naspers - und damit einer der einflussreichsten Strippenzieher im weltweiten Essensliefergeschäft. Mit mehr als einem Fünftel der Anteile ist Naspers größter Aktionär des Berliner Start-ups Delivery Hero. Parallel hält das Unternehmen die Mehrheit am führenden südamerikanischen Lieferdienst iFood und knapp 40 Prozent des indischen Markführers Swiggy. Doch das alles reicht van Dijk nicht, er will das Geschäft weiter ausbauen. Bis in den letzten Winkel der Erde.

Seine Beteiligung Delivery Hero, die inzwischen 80 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas erwirtschaftet und an der Börse mit mehr als 10 Milliarden Euro bewertet wird, hat nun für insgesamt rund 4 Milliarden Dollar den südkoreanischen Lieferdienst Woowa geschluckt. Parallel ist van Dijk selbst ins Bietergefecht um die britische Plattform Just Eat eingestiegen - mit einem Gebot von 5 Milliarden Pfund. Ohne Naspers geht nichts. 

Wer ist dieser weitgehend unbekannte Riese, der längst einer der größten Internetkonzerne der Welt ist?

Um das zu verstehen, muss man zurückblenden ins Frühjahr 2001, als die Internetblase platzte. In Hongkong saßen ein paar südafrikanische Manager, sie hörten den Knall, aber vernahmen Musik. Sie glaubten an die Zukunft des Internets – und an die Zukunft Chinas. Sie wollten deshalb genau jetzt in chinesische Internetfirmen investieren.

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