Produktionskapazitäten ausgelastet Tesla eröffnet ein zweites US-Werk in Texas

Der Elektroauto-Hersteller Tesla weiht wenige Wochen nach dem Start der Gigafactory im brandenburgischen Grünheide eine weitere Fabrik ein. Im neuen Werk in Austin, Texas, soll vor allem der Kompakt-SUV Model Y und demnächst auch der Pick-Up Cybertruck produziert werden.
Der Tesla-Chef lässt sich feiern: Mit 15.000 geladenen Gästen weiht Elon Musk die neue Gigafactory in Texas ein.

Der Tesla-Chef lässt sich feiern: Mit 15.000 geladenen Gästen weiht Elon Musk die neue Gigafactory in Texas ein.

Foto: Bob Daemmrich / IMAGO/ZUMA Wire

Wenige Wochen nach dem Start des Werks bei Berlin baut der Elektroauto-Hersteller Tesla seine Kapazität mit einer zweiten US-Fabrik in Texas aus. Die Anlage in Austin soll zunächst vor allem den Kompakt-SUV Model Y bauen, der auch im brandenburgischen Grünheide vom Band läuft. Im kommenden Jahr soll in Texas auch die Produktion des Pick-Ups Cybertruck anlaufen, wie Tesla-Chef Elon Musk (50) zur Eröffnungsfeier in der Nacht zu Freitag bekräftigte. Mit der Auslieferung von Fahrzeugen des Model Y aus der neuen Fabrik in Texas habe Tesla schon begonnen, sagte Musk. Das Werk produziert neben fertigen Fahrzeugen auch Batterien.

Der Elektroautopionier will in dem Werk eine halbe Million Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Tesla brauchte dringend neue Fertigungslinien in Nordamerika, da das Stammwerk in Kalifornien seine Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Vor allem der Cybertruck gilt als wichtiges Modell für den US-Markt, wo Pick-Ups die populärsten Fahrzeuge sind. Platzhirsche wie Ford und General Motors, aber auch Start-ups wie Rivian drängen auch mit Elektromodellen in das Segment. Der kantige Cybertruck aus Edelstahl war ursprünglich bereits für Ende 2021 angekündigt, doch der Produktionsstart verschob sich.

Bei dem Event kündigte Musk auch den Bau eines selbstfahrenden Taxis mit "futuristischem Aussehen" an. "Gewaltige Stückzahlen. Vollständig selbstfahrend. Es wird ein spezielles Robotaxi geben", sagte Musk. Er nannte keinen Zeitplan oder Details dazu. Der Unternehmenschef kündigte ferner die Produktion eines humanoiden Roboters ab dem kommenden Jahr an.

Die Tesla-Käufer, die das Ausstattungspaket zum autonomen Fahren bestellt hätten, erhielten noch in diesem Jahr eine verbesserte Software, sagte Musk. In der Vergangenheit hatte der Tesla-Chef mehrfach seine Ziele beim autonomen Fahren verfehlt : So hatte er schon 2019 angekündigt, dass 2020 Robotaxis in einigen US-Regionen auf der Straße sein sollten. Im Januar hatte er gesagt, er wäre "schockiert", wenn es Tesla nicht gelinge, autonomes Fahren anzubieten, das sicherer sei als ein Mensch am Steuer. Das Selbstfahrer-Ausstattungspaket, das Tesla anbietet, ermöglicht aber nach eigenen Angaben des Unternehmens keinen autonomen Betrieb, der Fahrer müsse das Fahrzeug weiterhin überwachen. Im Januar waren fast 60.000 Tesla-Fahrzeuge mit dem Ausstattungspaket in den USA zugelassen.

dri/dpa/Reuters
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