Wertvoller Backkatalog Blackstone bietet offenbar für Pink-Floyd-Rechte

Rund eine halbe Milliarde Dollar soll der Musikkatalog der Rockband Pink Floyd wert sein. Zu den Bietern für die Rechte gehört nach Medienberichten auch die US-Investmentgesellschaft Blackstone.
Begehrte Songrechte: Die Band Pink Floyd, hier bei einem Konzert im Londoner Hyde Park im Juli 2005

Begehrte Songrechte: Die Band Pink Floyd, hier bei einem Konzert im Londoner Hyde Park im Juli 2005

Foto: MJ Kim / Getty Images

Die bekannte 1965 gegründete englische Band Pink Floyd verkauft die Urheberrechte an ihren Songs sowie die sogenannten Masterkopien. Damit könnte dieser Backkatalog zu einem der wertvollsten der Musikgeschichte werden. Zu den Bietern gehört neben Sony Music, Warner Music und BMG offenbar auch die US-Investmentgesellschaft Blackstone, wie die "Financial Times" berichtet .

Der Deal könnte demnach über eine Tochtergesellschaft "Hipgnosis Song Management" (HSM) von Blackstone abgeschlossen werden. Geschätzt wird der Wert der Rechte an Songs wie "Another brick in the wall" oder "Wish you were here" auf rund 500 Millionen US-Dollar. Das 1973 veröffentlichte Album "Dark side of the moon" ist das weltweit am drittbesten verkaufte Album aller Zeiten. Sollte Blackstone hier erfolgreich sein, dürfte das laut dem Zeitungsartikel den Ruf des Unternehmens als ein Hauptakteur im Geschäft mit Musikrechten weiter steigern.

In den vergangenen Jahren hatten bereits so berühmte Künstler wie Bruce Springsteen (72) oder Bob Dylan (81) ihre Songrechte für Hunderte Millionen Dollar an Musikunternehmen verkauft. Zugleich drängten auf diesem Gebiet auch Private-Equity-Firmen auf den Markt, stets auf der Suche nach guten Renditen während der langen Niedrigzinsphase. Bei nun wieder steigenden Zinsen könnte das Interesse der Investmentgesellschaften an Musikrechten allerdings wieder schwinden.

Laut Bericht der "Financial Times", der sich auf mehrere Insider bezieht, könnte das Geschäft innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden. Sowohl Blackstone als auch HSM lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht zunächst ab.

Pink Floyd hatte nach einer wechselvollen Bandgeschichte im April dieses Jahres überraschend eine neue Single veröffentlicht. Alle Erlöse des Songs "Hey, hey, rise up!" sollen Kriegsopfern in der Ukraine zugutekommen.

hr
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