Ex-SAP-Chef Jim Hagemann Snabe gibt Verwaltungsratsvorsitz bei Maersk auf

Der Maersk-Verwaltungschef Jim Hagemann Snabe stellt sich bei der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl. Der ehemalige SAP-Chef gibt das Amt auf. Ein Nachfolger steht bereits fest.
Jahreshauptversammlung Maersk: Der Verwaltungschef Jim Hagemann Snabe gibt sein Amt ab

Jahreshauptversammlung Maersk: Der Verwaltungschef Jim Hagemann Snabe gibt sein Amt ab

Foto: SVEN HOPPE / AFP

Die dänische Reederei Maersk bekommt einen neuen Verwaltungsratschef. Amtsinhaber Jim Hagemann Snabe (56) werde sich bei der Jahreshauptversammlung in einem Monat nicht zur Wiederwahl stellen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Kopenhagen mit. Robert Mærsk Uggla (43) sei für seine Nachfolge nominiert worden. Uggla gehört der Gründerfamilie an und ist der Sohn der bisherigen Vize-Verwaltungsratschefin Ane Mærsk Mc-Kinney Uggla (73), die diese Position nach Maersk-Angaben an Marc Engel (51) abgeben wird. Die Hauptversammlung des Konzerns findet planmäßig am 15. März statt.

Maersk befindet sich in starker Position

Snabe, der seit 2016 im Verwaltungsrat sitzt und seit 2017 dessen Vorsitzender ist, wird dem Gremium demnach künftig weiter beratend zur Seite stehen. Er gibt seinen Posten zu einem Zeitpunkt ab, an dem sich Maersk in einer starken Position befindet. Enorm gestiegene Seefrachtraten hatten der Reederei im Jahr 2021 einen Gewinn von 18 Milliarden US-Dollar eingebracht. So viel Geld hatte ein dänisches Unternehmen zuvor noch nie innerhalb eines Jahres verdient.

Maersk zählt zusammen mit MSC zu den mit Abstand größten Containerreedereien der Welt. Zum Maersk-Konzern gehört auch die deutsche Reederei Hamburg Süd.

Nicht der einzige Rücktritt

Gerade erst vor einer Woche hatte Snabe bekannt gegeben, sich im Mai aus dem Aufsichtsrat der Allianz zurückzuziehen. Der Däne habe mitgeteilt, auf der Hauptversammlung nicht wieder für den Aufsichtsrat zu kandidieren, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist. Große Investoren hatten den ehemaligen SAP-Co-Vorstandschef für seine zahlreichen Aufsichtsratsposten kritisiert.

sio/dpa