Environmental Science Bayer verkauft Geschäftsbereich in Milliardenhöhe

Mehr Geld als zunächst erwartet erlöst der Bayer-Konzern für seinen Geschäftsbereich Environmental Science. Dieser geht für 2,4 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Cinven.
Trennung von einem Geschäftsbereich: Der Pharma- und Argarkonzern Bayer

Trennung von einem Geschäftsbereich: Der Pharma- und Argarkonzern Bayer

Foto: Wolfgang Rattay / REUTERS

Der Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern Bayer-Konzern verkauft für 2,4 Milliarden Euro seine Sparte für Schädlingsbekämpfung abseits der Landwirtschaft an den internationalen Investor Cinven. Das Geschäft soll noch im zweiten Halbjahr dieses Jahres abgeschlossen werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Mit den Einnahmen will das Leverkusener Unternehmen seine Nettofinanzverschuldung verringern.

Bayer streicht mit dem Verkauf mehr ein als bislang gedacht. In Medienberichten hieß es zuletzt, die Bewertung für das Geschäft könnte rund zwei Milliarden Euro erreichen. Das Unternehmen sprach von einem "attraktiven Kaufpreis" und erklärte, sich nun auf das landwirtschaftliche Kerngeschäft konzentrieren zu können.

Der Bereich zur Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft (Environmental Science) beschäftigt rund 800 Menschen und hat seinen Hauptsitz in Cary im US-Staat North Carolina. Zuletzt verzeichnete er einen Umsatz von 600 Millionen Euro. Die Sparte verwaltet rund 2000 Produktregistrierungen und kümmert sich um die Bekämpfung von Schädlingen in der Forstwirtschaft, auf Rasenflächen und bei Zierpflanzen.

Bayer hat angesichts der Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto und damit verbundener Rechtsstreitigkeiten in den USA in den vergangenen Jahren einen immensen Schuldenberg angehäuft. Bereits vor einem Jahr hatte Bayer daher angekündigt, den Geschäftsbereich Environmental Science abzugeben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Sparte einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro und damit 3 Prozent mehr als 2020.

hr/afp, Reuters
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