Nachfolger für Franz-Werner Haas Alexander Zehnder wird neuer Curevac-Chef

Das Biotechunternehmen Curevac bekommt zum 1. April einen neuen Vorstandschef. Der Sanofi-Manager Alexander Zehnder löst Franz-Werner Haas nach drei Jahren an der Spitze des Unternehmens ab.
Setzt auf mRNA-Technologie: Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac

Setzt auf mRNA-Technologie: Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac

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Bernd Weissbrod / dpa

Chefwechsel beim Biotechunternehmen Curevac: Der bisherige Vorstandsvorsitzende Franz-Werner Haas (54) nimmt zum 31. März nach drei Jahren im Amt seinen Hut. Neuer Vorstandschef wird Alexander Zehnder, der zuvor als Manager beim Schweizer Pharmakonzern Roche Karriere machte und zuletzt beim französischen Unternehmen Sanofi weltweit den Bereich Onkologie verantwortete.

Haas, der mehr als zehn Jahre Vorstandsmitglied bei der Gesellschaft war, hatte den Posten im April 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie übernommen, da Unternehmensgründer Ingmar Hoerr das Ruder aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.

Curevac galt als einer der großen Hoffnungsträger bei der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs, erlitt aber einen schweren Rückschlag, da sein eigenes Vakzin nicht so gut wirkte wie erhofft und das Projekt gestoppt wurde. Inzwischen arbeiten die Tübinger zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GSK an einem verbesserten Vakzin, das sich in der frühen Phase der klinischen Entwicklung befindet.

"Im Laufe seiner internationalen Karriere hat Dr. Zehnder maßgeblich zur Markteinführung von transformativen Medikamenten beigetragen", sagte Curevac-Aufsichtsratschef Jean Stéphenne. Zehnder sei der Richtige, "um Curevac auf die nächsthöhere Stufe als relevantes Unternehmen im Markt zu führen."

Kursrallye der Curevac-Aktie setzt sich fort

Das Analysehaus Jefferies hatte Curevac am Montag von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 9 auf 21 US-Dollar mehr als verdoppelt. Frühe Phase-1-Daten für Covid-19- und Grippe-Impfstoffe auf Basis der mRNA-Technologie seien vielversprechend, schrieb Analyst Eun Yang in einer am Montag vorliegenden Studie.

Dies zeige, dass die Technologie des Unternehmens funktioniert. Auch wenn Curevac derzeit noch der Konkurrenz hinterherhinke, könnten das Unternehmen und der Partner GSK seiner Ansicht nach in den nächsten zwei bis drei Jahren aufholen. Er verwies dabei auf die breite Anwendbarkeit der mRNA-Technologie.

Die Aktien sprangen um 20 Prozent nach oben, nachdem sie bereits am Freitag um rund 30 Prozent gestiegen waren.

hr/dpa-afx, reuters
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