Starkes Agrargeschäft Bayer bekräftigt Jahresziele nach Ergebnissprung

Der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern erwirtschaftete im dritten Quartal mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut ein Drittel mehr Gewinn. Auch konzernweit stiegen Umsatz und Ergebnis deutlich. Bayer-Chef Werner Baumann bestätigt daher die Prognose.
Profitiert vom starken Agrargeschäft: Vorstandschef Werner Baumann blickt optimistisch in die Zukunft

Profitiert vom starken Agrargeschäft: Vorstandschef Werner Baumann blickt optimistisch in die Zukunft

Foto: INA FASSBENDER/ AFP

Ein starkes Agrargeschäft gibt dem Pharma- und Agrarkonzern Bayer Rückenwind. Der bereinigte Betriebsgewinn erhöhte sich im dritten Quartal um gut 17 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten 2,3 Milliarden Euro im Schnitt weniger erwartet.

Im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut verbuchte Bayer einen Ergebnissprung von gut einem Drittel, legte aber auch im Pharmabereich und bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten deutlich zu. Der Umsatz erhöhte sich um mehr als 15 Prozent auf 11,28 Milliarden Euro, währungsbereinigt stand ein Plus von 5,7 Prozent zu Buche.

Die Aktie  gab um 3 Prozent nach. Die Resultate des dritten Quartals seien zwar stark gewesen, doch dürften die Markterwartungen für 2022 angesichts der angepassten Prognosen des Konzerns für Wechselkursauswirkungen nun sinken, erklärte Analyst Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan. Zudem verwies das Management darauf, dass die außergewöhnlich hohen Glyphosat-Preise im dritten Quartal schon einen Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 gesehen hätten und im vierten Quartal weiter sinken dürften.

Baumann erwartet Umsatzsprung von 8 Prozent

Vorstandschef Werner Baumann (60) bekräftigte die Jahresziele. Demnach erwartet Bayer weiter einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von etwa 8 Prozent auf 47 bis 48 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis von etwa 12,5 Milliarden. 2021 hatte der Leverkusener Konzern bei einem Umsatz von gut 44 Milliarden Euro ein Ergebnis von 11,18 Milliarden erzielt. "Wir sind auf dem besten Weg, unsere im August angehobenen Finanzziele für das Gesamtjahr zu erreichen", sagte Baumann.

Auch im kommenden Jahr rechnet der Bayer-Chef allerdings infolge der hohen Inflation mit höheren Kosten. Bayer soll deshalb bis Ende des Jahres unabhängig vom russischen Gas werden. Priorität hätte zudem die Stabilisierung der Lieferketten, denn diese seien weltweit weiterhin sehr angespannt. Das Leverkusener Unternehmen arbeite deshalb intensiv mit seinen Lieferanten und Vertragsherstellern zusammen und stocke seine Lagerbestände auf, erklärte Baumann.

dri/Reuters, dpa-afxp
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