Willie Nelson Warum eine Country-Legende Haschisch-Unternehmer wird

Von Arne Gottschalck
Willie Nelson auf der Bühne: Über die Jahrzehnte ist der Entschluss in ihm gereift, es auch als Unternehmer zu versuchen. Er will unter dem Label "Willie's Reserve" Haschisch verkaufen.

Willie Nelson auf der Bühne: Über die Jahrzehnte ist der Entschluss in ihm gereift, es auch als Unternehmer zu versuchen. Er will unter dem Label "Willie's Reserve" Haschisch verkaufen.

Foto: Jacquelyn Martin/ AP

Willie Nelson ist Country-Musiker. Er ist 81 Jahre alt. Und nun ist er Unternehmer. Unter dem Label "Willie's Reserve" will der gebürtige Texaner nun Cannabis verkaufen. In allen Spielarten.

Das Magazin Rolling Stone  sprach darüber zuletzt im Tour-Bus des Musikers mit Nelson: "Ich werde sicherstellen, dass die Produkte gut sind, sonst werden wir sie nicht verkaufen." Und weiter: "Es wird eine Menü geben so wie in einem Restaurant. Immerhin gibt es ja viele unterschiedliche Arten, die auch ganz unterschiedliche Dinge bewirken. Und jede Art soll präzise ausgezeichnet und beschrieben werden."

Die Begründung für diesen Entschluss klingt etwas eigenwillig. "Ich fühle, dass ich so viel davon gekauft habe, dass es Zeit ist, nun etwas zurückzuverkaufen." Rechtlich ist das nicht so ganz einfach, wie auch Nelson erkennt. Doch er bleibt entspannt. "Ist nur eine Frage der Zeit, bis das in diesem Land (bundesweit) legal wird. Bis es soweit ist, soll "Willie Weed" nur in lokalen Einheiten in Colorado und Washington angebaut und verkauft werden - in Staaten, in denen es legal ist.

Nelson hat Zeit seines Lebens kein Geheimnis darum gemacht, dass er Haschisch konsumiert. Und er ist seit langem Advokat der Legalisierung, unter anderem in der "Organization for the Reform of Marijuana Laws" (Norml). 2010 wurde er offenbar verhaftet, weil er die "Teapot Party" geschaffen hatte. Deren Ziel ist die US-weite Legalisierung von Haschisch. Auf Facebook hat die Gruppierung immerhin 114.283 "likes". Auch das betrachtet Nelson entspannt, berichtet der "Rolling Stone". Polizisten? Ach, sie wollten meist Autogramme. Und im Gefängnis? Auf dem Weg nach Hause rauche er erst mal. "Die wissen, dass sie mich nicht stoppen können."

Es bleibt abzuwarten, ob er mit "Willie's Reserve" ebenso viel Ausdauer zeigt.

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