Sonntag, 21. April 2019

Neues Jahr, neues Glück? Was die deutschen CEO-Verlierer des Jahres 2018 nun machen

3. Teil: John Cryan: Europa-Rückzug nach Deutsche-Bank-Aus

John Cryan: Der frühere Deutsche-Bank-Chef hat sich in die USA zurückgezogen

Europa erstmal adé - nach dieser Devise lebt John Cryan (57) nach seinem Rauswurf bei der Deutschen Bank. Am 8. April wurde der gebürtige Brite des größten deutschen Bankhauses abberufen und durch Christian Sewing ersetzt. Deutsche-Bank-Chefkontrolleur Paul Achleitner erklärte dazu, dass unter Cryan Entscheidungen zu langsam getroffen und umgesetzt wurden.

Bekannten hat Cryan seither erklärt, dass er nun erstmal privatisiere. Bei seinem Rückzug geht Cryan ziemlich konsequent vor. Seinen Lebensmittelpunkt hat der gebürtige Brite aus Frankfurt in die USA verlegt: Er lebt nun in Annapolis nahe Washington, wo seine Frau Mary seit knapp einem Jahrzehnt ein Anwesen besitzt.

Im Frühsommer kappte er eine weitere Verbindung nach Europa: Er zog sich als Chairman der britischen Stiftung Gabrieli zurück, die klassische Musik inszeniert. Nur eine Verbindung in Europas Finanzszene hält er noch: Beim britischen Hedgefonds Man Group bleibt er bis mindestens 2020 im Board. Ähnlich rigoros war Cryan auch nach seinem Abschied bei der UBS im Jahr 2011 vorgegangen.

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