Mittwoch, 24. April 2019

Neues Jahr, neues Glück? Was die deutschen CEO-Verlierer des Jahres 2018 nun machen

2. Teil: Matthias Müller: Zum Volkswagen-Konzernchef zum Berater degradiert

Matthias Müller: Der einstige Volkswagen-Konzernchef berät den Autobauer nun noch bis Februar 2020

Von seinem bevorstehenden Rauswurf soll er erst Stunden zuvor erfahren haben: Am 12. April 2018 endete Matthias Müllers (65) Zeit als VW-Konzernchef ziemlich abrupt. Die VW-Aufsichtsräte ersetzten ihn durch den bisherigen VW-Markenchef Herbert Diess. Die Gründe für Müllers Rauswurf sollen einige mediale Alleingänge und eine zunehmende Entfremdung von den VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piech gewesen sein. Dabei hatte Müller den Konzern durchaus erfolgreich durch die Niederungen des Abgasskandals gesteuert - und die Wende Richtung Elektromobilität eingeläutet.

Auf öffentlichen VW-Veranstaltungen gesichtet wurde der Manager seither nicht mehr, dabei ist er seinem alten Arbeitgeber noch über ein Jahr lang verbunden. Müllers Vorstandsvertrag läuft noch bis Ende Februar 2020. Bis dahin steht er dem Unternehmen beratend zur Verfügung, hieß es bereits im April.

Was er dabei genau tut, kann der Konzern nicht beantworten. Über Müllers Beratungstätigkeit sei Vertraulichkeit vereinbart worden, heißt es auf Nachfrage. Eine Abfindung hat Müller aber nicht erhalten. Dafür kassiert er weiter sein Vorstandsgehalt, das in guten Jahren schon mal bei 10 Millionen Euro lag.

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