Gilles Gaucher-Cazalis ersetzt Edwin Navez Philipp Plein holt CFO nach wenigen Monaten zurück

Schuh von Philipp Plein

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Foto: Getty Images for Philipp Plein

Philipp Plein, das deutsche Entfant terrible der Modeindustrie, tauscht erneut den Finanzchef aus. Der neue CFO ist der alte: Gilles Gaucher-Cazalis. Gaucher-Cazalis war erst im Mai 2017 nach fast viereinhalb Jahren bei Plein zum Londoner Modehaus Ralph & Russo gewechselt, nun ist er zurück an alter Wirkungsstätte. Edwin Navez, ein früherer Michael Kors-Manager, den Plein im Juni vergangenen Jahres in Personalunion als CFO und COO engagiert hatte, verlässt das Unternehmen. Navez gilt zwar als exzellenter Fachmann, soll jedoch mit dem 40-jährigen Inhaber aus München nicht harmoniert haben.

Plein, der seine Sporen als Unternehmer bereits während des Jurastudiums mit dem Verkauf von selbstdesignten Hundebetten aus Krokodilleder verdient hat, hat mit seinen grellen Entwürfen im Vorjahr rund 300 Millionen Euro umgesetzt. Allerdings wächst die Kritik an dem im Schweizer Lugano ansässigen Label, das Experten in Zeiten der #MeToo-Debatte mit seinen mit Swarovski-Steinen besetzten Totenköpfen als übersexualisiert gilt. Plein allerdings stört das wenig. "Wir sind authentisch. Wir haben echte Fans, die uns lieben", sagte er kürzlich gegenüber Bloomberg. "Wenn die jemand zu einer Hugo-Boss-Show einlädt sagen die Wer ist Hugo? Wer ist Boss?"

Mangelendes Selbstbewusstsein war jedoch noch die das Problem des exzentrischen Designers. In einem großen Interview mit dem manager magazin sagte Plein im Vorjahr auf die Frage zu seiner Rolle als umstrittener Senkrechtstarter: "Um das durchzustehen, brauchst du Eier wie ein Elefant. Ich habe so dicke Eier, die hat noch niemand zerbrochen."

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