Sonntag, 15. September 2019

"Billiger Trick, um mit Prominenten zu werben" Lahm erwägt nach April-Scherz Klage

Erwägt eine Klage gegen ein Fitness-Unternehmen: Philipp Lahm

Bayern Münchens Weltmeister Philipp Lahm prüft nach einem dreisten April-Scherz auf seine Kosten eine Klage. Das Management des 33-Jährigen hat einen Anwalt eingeschaltet. "Diese Sache hat nichts mit einem Spaß zu tun. In unseren Augen ein billiger Trick, um mit einem Prominenten zu werben", sagte Lahms Berater Roman Grill der Bild-Zeitung.

Eine Fitness-Firma hatte am Samstag gemeldet, dass Lahm neuer Großinvestor werde. Die Nachricht des Unternehmens enthielt auch erfundene Lahm-Zitate. Der Sportinformationsdienst hatte darüber berichtet - viele Medien hatten die Nachricht aufgegriffen.

Der Weltmeister beendet seine Karriere beim FC Bayern München im Sommer und baut sich aktuell ein kleines Business-Imperium auf: Lahm hat über seine Philipp Lahm Holding etwa in den Müsli-Hersteller Schneekoppe investiert, ist Gesellschafter bei der Deutschen Sportlotterie, bei einer Beratungsagentur und einem Startup aus Berlin sowie bei einem bayerischen Sportproduktehersteller. Auch ein Anbieter betrieblicher Gesundheitsvorsorge gehört zum Lahm'schen Portfolio. 2015 hatte er zudem gemeinsam mit anderen Investoren für die Modemarke Bogner geboten; deren Verkauf hatte Gründer Willy Bogner dann allerdings abgeblasen.

Darum hat Lahm dem FC Bayern abgesagt

Zuletzt hatte Lahm mit seiner Zukunft für Schlagzeilen gesorgt, weil er öffentlich bekanntgegeben hatte, nicht Sportdirektor beim FC Bayern München werden zu wollen. "Wir haben uns ausgetauscht und hatten verschiedene Vorstellungen von der Position und wie sie ausgeübt wird. Und dann habe ich gesagt: Ok, das ist für mich nicht der richtige Zeitpunkt", sagte der 33-Jährige in einem Interview der "Welt" am Montag.

Er habe nicht das Gefühl, dass er Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit seiner öffentlichen Absage düpiert habe. "Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß haben mich für die Nachfolge von Matthias Sammer überhaupt erst ins Gespräch gebracht. Das war ein Vertrauensbeweis", sagte der Weltmeister. Lahm hatte Anfang Februar sein Karriereende zum Saisonende bekanntgegeben, er will dann Abstand vom Fußball gewinnen.

luk mit sid und dpa

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