mm-Grafik Wie Youtube-Stars ihre Millionen verdienen


Das Allerschlimmste, das Felix Kjellberg jemals angestellt hat, vergleicht er mit einem grausamen Mord: "Es ist, als hätten wir jemanden nicht nur umgebracht, sondern vorher alle seine Körperteile abgehackt und ihn dann in den Ozean geworfen." Ganz so schlimm war es dann doch nicht - Kjellberg hatte in einem Online-Spiel das Passwort eines anderen Spielers ergaunert und dann dessen Spielfigur zerstört ; bemerkenswert ist es aber schon, dass ein beliebiger deutscher Online-Redakteur derart dunkle Geheimnisse eines ansonsten vollkommen fremden Menschen kennt.

Kjellberg will es selber so: Über 50 Millionen Menschen haben bei Youtube seinen Kanal abonniert. Als "PewDiePie" berichtet er dort aus seinem Leben und filmt sich bei Videospielen - 13,8 Milliarden Mal sind seine gut 3000 Videos abgerufen worden. Wie die Grafik von Statista  zeigt, versteht es Kjellberg, seinen Online-Ruhm zu monetarisieren: 15 Millionen Dollar soll er laut "Forbes"  2016 eingenommen haben, 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Youtube-Größen wie Kjellberg setzen dabei längst nicht nur auf Ausschüttungen der Alphabet-Tochter selbst, die einen Teil ihrer Werbegelder an ihre wichtigsten Videoproduzenten ausschüttet. "Bücher sind ein wachsender Umsatzstrom für Youtube-Stars, die Geld abseits von Klickzahlen und gesponserten Inhalten verdienen wollen", berichten die Reichtumsexperten von "Forbes" - der Schwede habe im Wertungszeitraum etwa 112.000 Exemplare seines Buchs "This Book Loves You" verkauft. Auch vertreibe er selbst ein Videospiel.

Andere Videogrößen verkauften Lipgloss (Lilly Singh, mit 7,5 Millionen Dollar auf Platz 3 der Forbes-Liste) oder drehten eigene Videos für werbende Marken. Das Comedy-Duo Smosh (auf Rang 4) habe etwa eine ganze Serie für die Rasierermarke Schick aufgelegt. Andere gingen auf Tour, verkauften Merchandise-Artikel oder träten in Mainstream-Filmen und TV-Produktionen auf.

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