Mittwoch, 19. Juni 2019

Nächster Topmanager verlässt Schwarz-Gruppe Lidl verliert seinen Chef

Lidl-Filiale.

Das Personalkarussell bei Deutschlands drittgrößtem Lebensmittelhändler, der Schwarz-Gruppe mit ihren Töchtern Lidl und Kaufland, dreht sich weiter: Wenige Wochen nach Kaufland-Chef Patrick Kaudewitz räumte am Dienstag auch Lidl-Chef Jesper Hojer seinen Posten, wie Lidl mitteilte.

Der Abgang fällt in eine Zeit erheblicher personeller Veränderungen in der gesamten Schwarz-Gruppe. Erst im vergangenen Monat hatte Kaufland-Chef Kaudewitz überraschend seinen Rücktritt erklärt. Seine Aufgaben hatte vorübergehend Gruppenchef Klaus Gehrig selbst übernommen. Auch die Führungsstruktur der Schwarz-Gruppe selbst wurde im März radikal umgebaut und mit externen Managern besetzt. (Hier die Hintergründe des Umbaus.)

Nur gut zwei Jahre nach der Übernahme des Chefpostens habe sich Hojer entschlossen, sein Amt als Vorstandsvorsitzender niederzulegen und die Unternehmensgruppe mit sofortiger Wirkung zu verlassen, teilte das Unternehmen mit. Der Manager selbst betonte, die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, "aber für mich ist es an der Zeit, meine familiäre und berufliche Zukunft neu auszurichten".

Der Chef der Schwarz-Gruppe, Klaus Gehrig, dankte Hojer für sein Engagement. Die Führung des Discounters wird bis zur Entscheidung über die endgültige Nachfolge der stellvertretende Einkaufs-Vorstand Ignazio Paternó übernehmen.

Hojer hatte erst im Frühjahr 2017 die Leitung von Lidl übernommen, als sein Vorgänger Sven Seidel das Unternehmen nach rund drei Jahren an der Spitze wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftsausrichtung verließ.

dpa/hein

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