Satire Diese drei Fehler zerstören Ihre Karriere

Von Arne Gottschalck
So nicht, junger Mann! Beim Büroschlaf ertappt ...

So nicht, junger Mann! Beim Büroschlaf ertappt ...

Foto: White House

Karriere macht man dank einer schnellen Auffassungsgabe, des unbedingten Einsatzes oder einer strategischen Weitsicht. Alles richtig. Zumindest ist es das, was die einschlägige Literatur nahe legt.

Doch in jüngster Vergangenheit zeigten sich immer wieder Fälle, die nachdenklich machten, die an den geistigen Grundfesten calvinistischer Arbeitsethik rüttelten. Ackern für den Aufstieg? Das muss nicht sein. Es genügt schon, einfach drei fatale Fehler zu vermeiden.

Bloß nicht auffallen

Wer wird zuerst gefressen? Richtig, das deutlich zu sehende Kaninchen rechts

Wer wird zuerst gefressen? Richtig, das deutlich zu sehende Kaninchen rechts

Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Bloß nicht auffallen: Den Ball flach zu halten, ist ein Rat, den nicht nur Fußballer beherzigen sollten. Auffallen kann Konsequenzen haben. Das musste neulich ein spanischer Beamter erfahren. Sechs lange Jahre hatte er sich den Rat zu Herzen genommen - und ist gar nicht erst zu Arbeit erschienen. Das Klärwerk, dessen Bau er überwachen sollte? Es wurde auch ohne sein Zutun gebaut.

Leider vergaß der gute Mann dabei, dass er bereits zwanzig Jahre lang für den Staat "gearbeitet" hatte und damit auf eine bedrohlich runde Zahl zusteuerte. Denn nun stand ihm eine Prämie zu, für treue Dienste. Aus diesem Grund schaute dann auch mal jemand an seinem Arbeitsplatz vorbei. Damit flog der Mann auf.

Was hätte der energiebewusste Karrierist getan? Vermutlich nach 19 Jahren den Dienst quittiert - oder er hätte pünktlich zum Dienstjubiläum selbst mal vorbeigeschaut.

Bloß nicht aufräumen

Schreibtisch: Leidlich aufgeräumt

Schreibtisch: Leidlich aufgeräumt

Foto: lifeofalawstudentx

Bloß nicht aufräumen: Ihr Schreibtisch quillt über? Richtig so! Nur Kleingeister machen aus ihrem Schreibtisch eine Art Büro-Reihenhausvorgarten. Geranie an Geranie, Vorgang an Vorgang. Warum das ein Fehler ist?

Sie demonstrieren dadurch, den Überblick nur wahren zu können, wenn alles schön geharkt ist. Ob Sie wirklich den Überblick haben, ist da eine ganz andere Frage. Entspannte Souveränität, das zählt. Die einzige Grenze? Siehe oben.

Bloß nicht einschlafen

SPIEGEL ONLINE

Bloß nicht einschlafen: Man darf vieles im Büro. Zum Beispiel ausbleiben und nur in Leibwäsche die Zeiterfassung betätigen, wie jüngst ein italienischer Polizist demonstrierte. Oder gleich ganz fern bleiben, ohne einzuckecken - siehe oben. Nur Schlafen im Büro, das geht gar nicht. Und kommen Sie nicht mit dem Argument des "powernappings", des kurzen Dösens, wie es Highflyer so gern bewerben. Von wegen Akkus aufladen.

Denn was sieht der Abteilungsleiter, wenn er die Front der Werktätigen abschreitet? Richtig - einen schlafenden Mitarbeiter. Und nicht einen, der "powernappt".

Aufgefallen? Rausgefallen!

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