Donnerstag, 22. August 2019

Ex-EU-Spitzenmann wird Banker Barroso geht zu Goldman Sachs

Aus der Politik in die Wirtschaft: Ex-EU-Kommissionspräsident Barroso geht zu Goldman Sachs

Die US-Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen hat sich die Dienste des ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso gesichert. Der Portugiese bekommt bei dem weltweit führenden Fusionsberater den Titel eines Chairman von Goldman Sachs International (GSI), wie es in einer Mitteilung vom Freitag heißt.

Der 60-jährige Barroso werde Berater und "Präsident ohne Geschäftsbereich" bei GSI mit Sitz in London, teilte die Bank mit. "José Manuel bringt eine enorme Erfahrung mit und vor allem ein tiefes Verständnis von Europa."

Er werde die Bank bei der Beratung von Kunden unterstützen, die "mit dem herausfordernden und unsicheren wirtschaftlichen Marktumfeld" zurechtkommen müssten, erklärten die Co-Chefs von GSI, Michael Sherwood und Richard Gnodde. Barroso war von 2002 bis 2004 Ministerpräsident Portugals und stand danach bis 2014 der Europäischen Kommission vor.

Sitz von Goldman Sachs International ist London. In der Tochter sind rund 6000 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 5000 in London. Goldman Sachs ist wie alle internationalen Investmentbanken vom Votum zum Austritt Großbritanniens aus der EU betroffen. Sie erwägen, inwieweit sie von London aus noch ihr Geschäft in der EU betreiben können.

cr/afp/rtr

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