Starinvestor wird PR-Berater Jim Rogers neuer Beruf

Von Arne Gottschalck
Jim Rogers: Starinvestor, der immer wieder für eine Überraschung gut ist

Jim Rogers: Starinvestor, der immer wieder für eine Überraschung gut ist

Foto: FDV / wikipedia

Jim Rogers ist und war nie um eine schnelle Kommentierung, um eine Einordnung verlegen. Auch darum, seine unbestrittenen Leistungen wie die frühe Erkenntnis der Bedeutung der Emerging Markets oder der Rohstoffe zu betonen. Sei in seinen Büchern, sei es im Interview, wo er seinen Gesprächspartnern gern ein Tütchen Zucker zusteckte. Weil Zucker nun einmal ein wichtiger Rohstoff ist - und an der Börse in Rogers Sicht gern übersehen wird.

Insofern klingt es fast wie eine logische Fortsetzung der Vita des Starinvestors, dass Rogers nun unter die Kommunikationsexperten geht.

Genauer, Rogers wird dem Beirat von EM beitreten, der nach eigenem Bekunden "führenden Emerging-Markets-Agentur", die sich auf Presse- und Investorenarbeit konzentriert. Heißt es zumindest bei "PRnewswire". 

Rogers hatte 1970 den Quantum Fonds gegründet, gemeinsam mit George Soros, sich später offenbar mit dem gebürtigen Ungarn überworfen und segelte fortan unter eigener Fahne. Übrigens sehr erfolgreich - unter anderem deswegen, weil er als Buchautor reüssierte oder als Ideengeber für einen Index (Rogers International Commodities Index, kurz RICI), der leicht ersichtlich nach ihm benannt wurde. Und damit Lizenzgebühren kassieren dürfte. "Jim ist der ideale Berater für uns" frohlockt daher Tom Blackwell, Vorstand von EM. Und Rogers? Wäre nicht Rogers, fände er nicht die passenden Worte.

"Ich bin sehr optimistisch über das potentielle Wachstum in Russland und China. Dinge ändern sich dort (...). Ich freue mich, mein Wissen zu teilen." Damit hat Rogers einmal mehr sein derzeitiges Lieblingsthema Russland gut vermarktet. Und, ganz elegant, sich selbst.

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