Topmanager für elektrische Lastwagen Tesla-Star Jérôme Guillen taucht wieder auf - als Daimler-Schreck

König der Rockies: Der Daimler-Freightliner-Truck Cascadia ist Jerome Guillens wohl größter kommerzieller Erfolg - vor dem Tesla Model S

König der Rockies: Der Daimler-Freightliner-Truck Cascadia ist Jerome Guillens wohl größter kommerzieller Erfolg - vor dem Tesla Model S

Foto: Daimler
Tesla Semi statt Tesla S: Topmanager Jérôme Guillen

Tesla Semi statt Tesla S: Topmanager Jérôme Guillen

Foto: DPA

Er wurde schon vermisst. Jetzt, dank des neuen Masterplans von Tesla-Chef Elon Musk, hat Jérôme Guillen nach einem knappen Jahr Pause wieder eine konkrete Jobbeschreibung in Kaliforniens Elektrowagenschmiede.

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Wie das Branchenmagazin "Electrek" berichtet  und Musk per Twitter bestätigt, übernimmt der Franzose die Verantwortung für eine der größten Zukunftswetten von Tesla : das Programm "Tesla Semi". Semi steht als Kurzform im amerikanischen Sprachgebrauch für Semi Trucks, also Sattelzüge, die schweren in Zugmaschine und Auflieger geteilten Lastwagen. Tesla hat sich vorgenommen, auch den Gütertransport zu elektrifizieren.

Pikant ist die Personalie, weil Guillen 2010 vom damaligen Partner Daimler  zu den Amerikanern stieß und nun in unmittelbare Konkurrenz zu seiner früheren Rolle tritt. Wie Musk hervorhebt: "Bei Daimler hat er deren erfolgreichstes Sattelzugprogramm überhaupt angeführt", die Entwicklung der heutigen Produktreihe Cascadia.

Teslas Model S, unter Guillens Aufsicht vom Prototyp zum Produktionsstart gebracht, hat die S-Klasse von Mercedes-Benz in Nordamerika als meistverkaufter Oberklassewagen 2015 bereits überholt. Aber die Freightliner-Trucks sind, wenn auch nicht so prestigeträchtig, eine andere Gewichtsklasse: Die verkauften Stückzahlen sind bei Daimler annähernd zehnmal so groß.

"Wir haben unsere besten Leute von dort abgeworben"

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Die Visionen des Tesla-Chefs: Bei diesen Vorbildern hat sich Elon Musk für seinen Masterplan bedient

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"Wir haben unsere besten Leute von dort abgeworben", scherzte Musk bereits 2013 im Interview mit manager magazin über den deutschen Konzern. Umgekehrt bedauerte auch Daimler-Chef Dieter Zetsche den Abgang seines Topmanagers, der nach seinen Jahren in der Truck-Sparte die Daimler-Projektgruppe "Business Innovations" geleitet und unter anderem das Carsharing-Programm Car2go aufgebaut hatte.

Allseits gelobt - und trotzdem war Jérôme Guillen im vergangenen August plötzlich weg. Aus der Rolle als globaler Vertriebschef verabschiedete er sich ins Sabbatical, verlor seinen Status als aktienrechtlich relevante Führungskraft ebenso wie seinen Platz auf der Firmen-Website.

All das nährte Spekulationen über Guillens Zukunft, zumal auch nach dem offiziellen Ende der Auszeit im Januar zunächst nichts von ihm zu hören war. Auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn aktualisierte er seinen Job als "Vice President of Programs". Jetzt wird dieser ominöse Titel mit Inhalt gefüllt. In Stuttgart dürfte die Freude darüber begrenzt sein.


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