Fast deutliche Worte Jamie Dimon flirtet mit Exit vom Brexit

Von Arne Gottschalck
Jamie Dimon: Fast schon deutlich Worte für einen mit allen Wassern gewaschenen Bank-Vorstand

Jamie Dimon: Fast schon deutlich Worte für einen mit allen Wassern gewaschenen Bank-Vorstand

Foto: REUTERS

Die Chefs von Banken wägen ihre Worte im allgemeinen wohl. Doch JP-Morgan-Chef Jamie Dimon wurde in einem Interview vergleichsweise deutlich. Das Referendum zum Brexit - was sei falsch daran, seine Meinung zu ändern?

"Wenn man ein Haus kauft, das man nie zuvor gesehen hat - und man es dann nicht mag, das kann doch passieren" sagte er gegenüber "Il Sole 24 Ore". "Es ist aber nichts falsch daran, seine Meinung zu ändern", zitiert ihn "CNN Money". 

Freilich, und da ist Dimon ganz der silberzüngige Banker, sei das nicht seine Entscheidung.

Seine Meinung zu ändern? Das liefe auf ein erneutes Referendum hinaus, wie es zuletzt IfW-Chef Dennis Snower forderte. Ausdrücklich formuliert Dimon diese Forderung natürlich nicht. Doch klingen seine Ausführungen fast danach.

Bereits vor dem Brexit-Referendum hatte Dimon recht deutlich Stellung bezogen und die Briten ermuntert, in der Europäischen Union (EU) zu verbleiben.

Einige Wähler hatten bereits erklärt, ihe Entscheidung "pro Brexit" zu bereuen. Und sammeln Unterschriften für ein erneutes Referendum.

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