Jamie Dimon Wie dieser Banker zum Milliardär wurde

Läuft? Läuft ganz gut: JP Morgan Chef Jamie Dimon ist inzwischen Dollar-Milliardär

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Neuer Diskussionsstoff für alle Freunde der Gehaltsdebatte: Jamie Dimon, Chef der US-Großbank JP Morgan, ist inzwischen Milliardär. Er gehört gemeinsam mit seinem früheren Mentor und Citigroup-Gründer Sanford (Sandy) Weill zu den wenigen Top-Bankern, die ein Vermögen im zehnstelligen Bereich vorweisen können, wie die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg und der Business Insider berichten.

Während für erfolgreiche Hedgefondsmanager wie George Soros, David Tepper oder Bill Gross ein privates Milliardenvermögen schon zum guten Ton und zum Nachweis des eigenen Könnens zählt, muss sich ein schlichter Bank-Angestellter für diese Einkommensklasse schon ganz schön strecken.

Wer nun meint, Dimon sei bei JP Morgan überbezahlt, sollte sich die Zahlen genauer ansehen. Für das Geschäftsjahr 2014 erhielt Dimon gerade mal 20 Millionen Dollar Bezüge von seinem Arbeitgeber - da müsste er schon (ohne Ausgaben) 50 Jahre lang für JP Morgan tüfteln, planen und fusionieren, um die Milliardengrenze zu knacken.

Dimon und Weill: Der steinige Weg zur ersten Milliarde

Gerade einmal 485 Millionen Dollar von Dimons geschätztem Vermögen in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar seien auf Aktien und Aktienoptionen von JP Morgan zurückzuführen, betont Bloomberg. Mehr als die Hälfte von Dimons Vermögen entstammt dagegen seinem Investment-Portfolio, dass sich der umtriebige Top-Banker in den 90er Jahren in Zusammenhang mit der Citigroup-Gründung zusammengekauft hatte.

Dimon und sein früherer Weggefährte Sandy Weill hatten Ende der 80er Jahre die Finanzfirma Commercial Credit übernommen, restrukturiert und nach einer Serie von Fusionen und Übernahmen im Jahr 1998 den Finanzriesen Citigroup geschmiedet. Dimons Abschied von der Citigroup im gleichen Jahr war für ihn äußerst lukrativ - Dimon war längst ein halber Milliardär, als er 2004 seinen Job bei JP Morgan Chase antrat.

Für kritische Aktionäre, die gegen sein jüngstes 20-Millionen-Dollar-Paket wandten, hatte Dimon nur Spott übrig. Wer sich über eine solche Zahlung aufrege, sei vermutlich kein guter Investor, so Dimon laut Business Insider. Nun lässt sich besser verstehen, was er damit gemeint hat.