Rekordspende für Harvard Hedgefonds-Milliardär überschüttet Ex-Uni mit Geld

Großzügig: Milliardär John Paulson spendete seiner früheren Uni Harvard 400 Millionen Dollar

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Geldregen für die US-Universität Harvard: Der New Yorker Hedgefonds-Manager John Paulson spendet der Elite-Hochschule eine Summe von 400 Millionen Dollar (knapp 360 Millionen Euro) auf einen Schlag. Es ist der höchste Betrag, den Harvard in seiner 379-jährigen Geschichte bisher in Form einer Spende erhielt und einer der höchsten, die überhaupt je einer US-Universität zuteil wurden, schreibt das "Wall Street Journal".

Das Geld geht an den Bereich für das Ingenieurswesen und angewandte Wissenschaften der Universität, die im gleichen Zuge auch nach dem Gönner Paulson umbenannt werden. Mit den Mitteln soll unter anderem ein neuer Campus in Bostons Stadtteil Allston gebaut werden, in der Nähe der Harvard-Hauptgebäude in Cambridge.

Die Ausbildung habe eine Menge Türen für ihn geöffnet, sagte der 59-jährige Paulson, selbst Harvard-Absolvent, laut "WSJ".

US-Medienberichten zufolge könnte Harvard mit dem Geld des Hedgefonds-Milliardärs im Kampf um Top-Studenten in den Bereichen Ingenieurswesen und Computerwissenschaften unter Amerikas ersten Adressen einigen Boden gut machen. Vor allem die Hochschule im kalifornischen Stanford, die bereits einige Größen der Tech-Industrie hervorgebracht hat, gilt auf dem Gebiet als führend.

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John Paulson absolvierte das Studium in Harvard Berichten zufolge 1980. 1994 gründete er seine Investmentfirma Paulson & Co., die vor allem bekannt wurde, als sie zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 insbesondere mit maroden Immobilienkrediten rund 15 Milliarden Dollar verdiente. Das Unternehmen managt heute rund 19 Milliarden Dollar. Firmenchef Paulson persönlich wird von "Forbes" mit einem Vermögen von 11,2 Milliarden Dollar gelistet.

Erst kürzlich hatte Hedgefonds-Manager Kenneth Griffin, ebenfalls ein ehemaliger Harvard-Student, seiner früheren Uni 150 Millionen Dollar gespendet. Ein anderer Investor und Ex-Harvard-Mann, Gerald Chan, überwies der Uni kurz darauf 350 Millionen Dollar.

Die aktuelle Spende von John Paulson stieß allerdings nicht nur auf Zustimmung. Der kanadisch-stämmige Bestseller-Autor Malcolm Gladwell, wohnhaft ebenfalls in New York, feuerte auf Twitter eine regelrechte Salve an kritischen Posts ab.

Der Tenor: Paulson habe die Wahl gehabt, den Armen zu helfen oder die Reichen noch reicher zu machen. "Weise Entscheidung, John!", so Gladwell in einem seiner Tweets, über die ebenfalls breit in US-Medien berichtet wird. Gladwell verfügt auf Twitter immerhin über beinahe 300.000 Follower.

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