Donnerstag, 23. Mai 2019

Willkommen im Club Goldman-Sachs-Chef Blankfein ist jetzt Milliardär

Goldman-Chef Blankfein: Vermögen durchbricht Milliardengrenze

Lloyd Blankfein dürfte der bestbezahlte Bankmanager der Welt sein. Im Jahr 2014 verdiente der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs inklusive Boni rund 24 Millionen Dollar und damit eine Million mehr als im Vorjahr. Jetzt hat der Erfolg der Bank ihn zum Milliardär gemacht.

Die Firmenanteile, die Blankfein als größter Einzelaktionär hält, haben ihren Wert in den Jahren seit dem Börsengang im Mai 1999 vervierfacht. Allein daraus resultiert für Blankfein heute ein Vermögen von 500 Millionen Dollar, so Bloomberg. Hinzu kommen Immobilienbeteiligungen und andere Investments über zusammen 600 Millionen Dollar. Insgesamt verfügt der Goldman-Chef damit laut dem Milliardärsindex der Nachrichtenagentur Bloomberg über etwa 1,1 Milliarden Dollar (etwa eine Milliarde Euro).

Der Reichtum von Blankfein, Sohn eines Postmitarbeiters, ist der Agentur zufolge geradezu dramatisch gewachsen. Der 60-Jährige ist einer der wenigen gegenwärtigen Bankmanager, die ihre Spitzenposition schon innehatten, bevor die von ihnen geführte Bank an die Börse ging. So etwas wird es auch künftig nicht so schnell wieder geben, denn Goldman war die letzte große Wall-Street-Bank, die den Schritt an den öffentlichen Kapitalmarkt unternahm.

Goldman Sachs hat sich nach der Finanzkrise ein zweites Standbein im klassischen Bankgeschäft aufgebaut, um unabhängiger von den Schwankungen an den Märkten zu werden. Goldman Sachs hatte unter Blankfein im Jahr 2012 begonnen, reiche Privatleute - sogenannte High Net Worth Individuals - als Kunden zu umwerben.

Die wohl berühmteste Investmentbank der Welt und deren Chef Blankfein waren in den Jahren nach der Finanzkrise wegen verschiedener Skandale heftig in die Kritik geraten. Unter anderem prahlten Mitarbeiter damit, wie sie ihre Kunden abzockten. Auch Blankfein gilt als Reizfigur: 2009 hatte er etwa behauptet, "Banken verrichten Gottes Werk".

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Goldman-Chef Blankfein ist indes nicht der erste amtierende Bankchef mit einem Milliardenvermögen. Vor einigen Wochen machte die Meldung die Runde,Jamie Dimon, Chef von JP Morgan Chase, habe ebenfalls diese Schallmauer durchbrochen. Sein Vermögen hat sich Dimon allerdings nur zum geringen Teil an der Spitze von JP Morgan erarbeitet. Es stammt vielmehr zum Großteil aus den 1990er Jahren, als Dimon zusammen mit seinem Weggefährten Sandy Weill die Citigroup gegründet hatte.

cr/bos/spon

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