Donnerstag, 12. Dezember 2019

Soros verkauft Aktien und kauft Gold Warum George Soros noch einmal "zockt"

George Soros: Comeback am Handelstisch

Lange gab George Soros den Salonkapitalisten: Ein Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos hier, Spenden für die Demokraten-Partei in Amerika da. Dazu seine philantrophische Arbeit mit der Open Society Foundation, vielleicht ein wenig in den Büchern seines Inspirators Sir Karl Popper blättern - der 85-jährige hat genug zu tun, steht zu vermuten. Und doch, zuletzt wurde er wieder als Investor aktiv. Als Investor mit einem Ruf wie Donnerhall.

Immerhin war es Soros, der 1992 das Pfund in die Knie zwang, als er auf einen Kursverfall der britischen Währung setzte und damit eine Milliarde Dollar verdiente. Doch die profane Geldanlage überlässt er seit langem seinem Hedgefonds, Soros Fund Management. Mit Scott Bessent hatte er einen würdigen Kapitän für das Anlageschiff gefunden.

Statt dessen dachte er laut über den Zustand der Welt nach, über die deutsche Verantwortung für Europa oder die grundsätzliche Situation der Europäischen Union. Die Arbeit seines Finanzimperiums hat der gebürtige Ungar nur verfolgt. Doch nun will er es noch einmal wissen - und gab laut "Wall Street Journal" (WSJ) angeblich Anweisungen, Aktien zu verkaufen und dafür Gold zu erwerben.

Am Geld liegt es gewiss nicht, Soros ist einer der reichsten Männer der Welt, gebietet angeblich über ein Vermögen von rund 25 Milliarden Dollar. Einfluss hat er ebenfalls genügend: Sein Wort wird gehört, in Politik wie in Wirtschaft. Nun aber will Soros wieder mehr. Warum? Vermutlich aus gleich zwei Gründen.

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