Freitag, 19. Juli 2019

Gary Cohn kassiert kräftig ab Goldman verabschiedet Trumps Top-Berater mit mehr als 100 Millionen Dollar

Künftiger Top-Berater des US-Präsidenten: Gary Cohn (links, neben Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein) bekommt zum Abschied viel Geld

Gary Cohn ist nur einer von mehreren ehemaligen Managern der US-Großbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen, die in der neuen Regierung von US-Präsident Donald Trump prominente Rollen einnehmen. Als Chef des nationalen Wirtschaftsrates ist Cohn künftig Trumps wichtigster Wirtschaftsberater.

Jetzt kommt heraus: Zu seinem Abgang stellt Goldman Sachs Cohn noch einmal einen ziemlich dicken Scheck aus. Wie verschiedene US-Medien mit Verweis auf Unterlagen von Goldman Sachs berichten, erhält die bisherige Nummer zwei der Bank nach Goldman-Chef Lloyd Blankfein zum Ende seiner 25-jährigen Zeit bei der Bank rund 123 Millionen Dollar vor. Auch nach Abzug von Steuern bleibt für Cohn demnach ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich.

In der Zahlung enthalten seien 65 Millionen Dollar in Cash aus langfristigen Bonuszusagen, heißt es etwa beim US-Sender CNN. Hinzu kommen Aktienpakete im Wert von zusammen knapp 60 Millionen Dollar, die nun zu Geld gemacht und an Cohn ausgezahlt werden.

Und damit nicht genug: Cohn muss auch noch seine Engagements in Private-Equity- und Hedgefonds auflösen, die ebenfalls von Goldman Sachs gemanagt werden, schreibt CNN. Über die Höhe dieser Einlagen mache die Bank keine Angaben.


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Hintergrund ist die Notwendigkeit, dass der künftige Trump-Berater jegliche Bande zu seinem bisherigen Arbeitgeber trennen muss, um nicht in Interessenkonflikte zu geraten.

Dabei könnte der Zeitpunkt für die Trennung aus Cohns Sicht kaum besser sein: Die Goldman-Sachs-Aktie ist - wie andere Papiere von US-Banken ebenfalls - seit dem Wahlsieg Trumps enorm gestiegen und bewegt sich derzeit nahe ihres Allzeithochs.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Ein Einzelfall ist Cohn mit seiner üppigen Abschiedszahlung indes nicht: Kürzlich war bereits bekannt geworden, dass der künftige US-Außenminister Rex Tillerson von seinem bisherigen Arbeitgeber Exxon Mobil Börsen-Chart zeigen zum Abgang sogar rund 180 Millionen Dollar erhält.

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