Montag, 22. April 2019

Ex-DWS-Fondsmanager Star-Fondsmanager Henning Gebhardt geht zu Berenberg

Zurück in den Angriffsmodus: Henning Gebhardt ist künftig Chief Investment Officer bei der ehrgeizigen Privatbank Berenberg

20 Jahre diente Henning Gebhardt (49)der DWS, zuletzt leitete er das globale Aktiengeschäft der Deutsche-Bank-Tochter. Er ist einer der wenigen Stars der hiesigen Investmentbranche.

Seit der langjährige Konzernsoldat jüngst seinen Dienst quittierte, rätselt die Branche, wohin es ihn wohl ziehen könnte. Klar war nur, dass er dem lieblichen Taunus treu bleiben will; dort fühlt er sich heimisch, beim Homburger Golfklub gilt der Jugendwart als unabkömmlich. Gleichwohl sehnt sich Gebhardt nach einem Arbeitgeber im Angriffsmodus. Sparzwang und Bedeutungsverlust der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen setzen schließlich auch treuen Seelen zu.

Gebhardt hat sich für das Gegenmodell entschieden: Zum Jahreswechsel heuert er als Chief Investment Officer (CIO) bei Berenberg an, der ehrgeizigen Hamburger Privatbank mit beeindruckender Repräsentanz in Downtown Mainhattan - aber eben auch enttäuschender Performance im Fondsgeschäft. Für ihn weichen muss Manfred Schlumberger (58), der nach nur einem Jahr als Chefanleger versetzt werden soll.

Ausgestattet mit konkurrenzfähigem Budget, um weitere Topleute anzuheuern, soll Gebhardt die Bank im Asset Management zu dem machen, was sie im Kapitalmarktgeschäft bereits ist: ein ernst zu nehmender Rivale der Etablierten. Berenbergs Volldampfgesellschafter Hendrik Riehmer (48) und Hans-Walter Peters (61) hatten keine Lust mehr auf unteres Mittelmaß.

Welch Vorwärtsdrang bei Berenberg auf ihn wartet, weiß der Ex-Deutsch-Banker: Mit Golf-Kumpel Riehmer dreht er schon seit Langem Platzrunden.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung