"The-Big-Short"-Regisseur plant Theranos-Film Jennifer Lawrence soll die einstige Blut-Milliardärin spielen

Soll laut "Deadline" die Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes (links) spielen: Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence

Soll laut "Deadline" die Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes (links) spielen: Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence

Foto: REUTERS; DPA

Mit komplexen Wirtschaftsthemen kennt sich Adam McKay aus. Im vergangenen Jahr hat der Regisseur für "The Big Short" einen Oscar gewonnen. Nun soll sich McKay erneut einen Wirtschafts-Aufreger vorgenommen haben: Laut "Deadline"  arbeitet er an einer filmischen Adaption der turbulenten Karriere der einstigen Blut-Milliardärin Elizabeth Holmes. Auch eine Hauptdarstellerin soll bereits gefunden sein - Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence.

"Es ist schwer, sich ein besseres Kern-Duo vorzustellen, um die Theranos-Saga auf die große Leinwand zu bringen", kommentiert die Tech-Website "The Verge"  den Bericht: Lawrence sei genau die richtige Schauspielerin, um Holmes zu verkörpern, McKay habe bereits gezeigt, dass er Comedy, Drama und komplizierte Inhalte miteinander verquicken könne. Theranos' turbulente Geschichte habe ohnehin alles, was ein Drehbuch brauche: eine enigmatische Hauptperson, Stress mit den Behörden, Jahresladungen falscher medizinischer Tests.

Wann der Film in die Kinos kommen solle, steht laut "Deadline" noch nicht fest. McKays Produktionsfirma Gary Sanchez Productions suche ab der kommenden Woche nach Geldgebern.

Eine Unternehmensgeschichte, wie für Hollywood gemacht

Elizabeth Holmes hatte Theranos im Jahr 2003 gegründet, um den Markt für medizinische Tests zu revolutionieren. Mit selbst entwickelten Testgeräten will das Unternehmen Patienten auf eine Vielzahl von Krankheiten untersuchen - mit nur einer winzigen Menge Blut. Vor knapp zwei Jahren war Holmes zu einem der größten Stars des Silicon Valley aufgestiegen, nachdem mehrere Finanzierungsrunden sie zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der USA gemacht hatten. Das Magazin "Inc." verglich sie damals gar mit Apple-Gründer Steve Jobs.

Eine Reihe von Rückschlägen, ausgehend von einem "Wall-Street-Journal"-Artikel, in dem ehemalige Mitarbeiter die Genauigkeit der Theranos-Testapparate anzweifelten, hatte das Unternehmen in den vergangenen Monaten allerdings weit zurückgeworfen. Börsenaufsicht und Gesundheitsbehörden ermitteln mittlerweile gegen die Gründerin. Zuletzt hatte "Forbes" auch Holmes' Milliardärsstatus wieder einkassiert: Die 9-Milliarden-Bewertung des Unternehmens sei vor dem Hintergrund der Turbulenzen nicht zu halten; ihr 50-Prozent-Anteil sei ob der bevorzugten Aktien ihrer Investoren "im Grunde nichts mehr wert".

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