Professoren-Schelte vor laufender Kamera Marissa Mayer? Der "überbezahlteste CEO aller Zeiten"

Von Arne Gottschalck
Marissa Mayer: Hart kritisiert

Marissa Mayer: Hart kritisiert

Foto: DPA

In Deutschland sind Professoren in aller Regel Herren, die mit sonorer Stimme Grundsätzliches referieren. Nicht so in Amerika - und nicht so im Fall von Scott Galloway, Marketing-Professor der NYU Stern School of Business. Er nahm sich Yahoo-CEO Marissa Mayer im Fernsehen zur Brust. Kostprobe gefällig? Mayers Ankündigung, mit Zwillingen schwanger zu sein, verleihe ihr Jobsicherheit. Und zwar nur das. Sonst hätte sie binnen sechs Monaten keinen Job mehr. Das saß, auch zur Irritation seiner Gesprächspartner. Immerhin würde, so deutete er an, Yahoo  unter Druck kommen, ließe das Unternehmen sie nun gehen. Und Galloway legte nach, wie "bloomberg" berichtet. 

Sie habe damit eine "Begnadigung aus der Todeszelle" erhalten. Der Grund für Galloways Groll könnte in der jüngsten Mitteilung des Unternehmens liegen, bei der Steuerbehörde IRS nicht weitergekommen zu sein. Mayer will einen noch gut 23 Milliarden Dollar schweren Anteil von 15 Prozent an Alibaba durch die Ausgliederung in eine neue Gesellschaft steuerfrei zugunsten von Investoren zu Geld machen können. Doch dazu braucht sie die Zustimmung des IRS. Die Aktien des Hauses brachen in Folge der Mitteilung zeitweise um knapp 16 Prozent ein.

In Galloways Augen liegt das auch am Management; das Unternehmen wäre unter anderer Leitung besser aufgehoben, zum Beispiel der von Microsoft. Und der Nachschlag - "Marissa Mayer ist der überbezahlteste CEO der Geschichte."

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