Sonntag, 5. April 2020

Trumps Bankerin Rosemary Vrablic Diese Deutschbankerin ist für Donald Trump "The Boss"

Rosemary Vrablic
Michael Nagle
Rosemary Vrablic

Rosemary Vrablic möchte nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. "Meine Kunden haben viele Häuser, Ex-Frauen, und viele Kinder." Dieses Zitat ist aus dem Magazin "American Banker" - und von 1999, als mit so etwas noch geprahlt wurde.

Ein Kunde, der viele Häuser, Ex-Frauen, und viele Kinder hat, heißt Donald Trump.

Der Name Rosemary Vrablic wird in nächster Zeit wohl noch häufiger auftauchen. Wie die "New York Times" schreibt, untersuchen mehrere Behörden und Ermittler die besonderen Beziehungen zwischen Donald Trump und der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen: Die Bankenaufsicht fürchtet ein Kreditrisiko, das FBI hat bereits um Auskunft ersucht, die Bank rechnet jederzeit mit einer Anfrage des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller, mit dem Parlament hatte sie bereits Ärger.

Und Vrablic ist für diese Beziehungen verantwortlich, der "Schlüssel zu Trumps Finanzen". Sie ist Trumps Bankerin. Der "Times" zufolge nannte der US-Präsident in der Wahlkampfphase mehrfach Vrablic als Referenz, um Zweifel an seiner Kreditwürdigkeit zu zerstreuen. "Fragen Sie Rosemary Vrablic. She is the boss." Sie lud er auch zur Feier seiner Amtseinführung ein.

Für Trumps Zwecke ist Vrablic, Geschäftsführerin der Sparte Private Wealth Management in New York, schlicht "die Chefin der Deutschen Bank" - obwohl der Präsident auch den langjährigen Konzernchef Josef Ackermann mehrfach getroffen haben soll (der im Aufsichtsrat der Bank of Cyprus den Investor Wilbur Ross als Stellvertreter hatte, bevor dieser Trumps Wirtschaftsminister wurde). Mit Ackermanns Nachfolger Anshu Jain gab es mindestens ein Treffen, in dem beide darum wetteiferten, wer die schlechtere Presse habe.

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