Freitag, 24. Mai 2019

UBS wirbt Deutschbanker Ravi Raju ab Deutsche Bank verliert weitere Topbanker in Asien

Künftig für die UBS aktiv: Ravi Raju

Die Abstimmung mit den Füßen läuft: Wie die "Financial Times" berichtet (kostenpflichtig), wechselt der in Hongkong ansässige Bankmanager Ravi Raju von der Deutschen Bank zum Schweizer Konkurrenten UBS. Raju leitet bislang die wichtige Sparte Vermögensverwaltung in der Region Asien-Pazifik. Zuvor berichtete "Asian Private Banker" (kostenpflichtig) über die Personalie.

Mit Raju verlässt Anurag Mahesh die Deutsche Bank, weltweit für die Betreuung von Schlüsselkunden verantwortlich. Bereits im Juni hatte sich Asien-Chef Gunit Chadha verabschiedet.

Im Gegenzug konnte die Deutsche den Investmentbanker Mohamed Atmani auf vergleichsweise niedriger Position von der UBS gewinnen. Der "Financial Times" gegenüber betonte die Bank, an der Strategie ändere sich nichts: "Asien-Pazifik bleibt einer der Ecksteine unserer globalen Investitionspläne." Der Posten werde intern mit Lok Yim nachbesetzt.

Ravi Raju hat das Geschäft mit reichen Kunden in Asien maßgeblich mit aufgebaut - laut "Asian Private Banker" auf ein verwaltetes Vermögen von 66 Milliarden Dollar, was Rang acht entspricht. Die UBS Börsen-Chart zeigen führt das Ranking an. Raju war Mitglied des Global Executive Committee der Sparte.

Die Spekulationen um die Zukunft der Vermögensverwaltung reißen nicht ab, obwohl sich Bankchef John Cryan im September klar zu der Sparte bekannt hatte, die derzeit als verlässlichster Gewinnbringer gilt. Aktuell werden zumindest Planspiele gehandelt, mit einem Börsengang die Sparte zu Geld zu machen.

Die Deutsche Bank steht wegen einer drohenden Multimilliardenstrafe aus den USA unter Druck, Zweifel an ihrer Kapitalstärke auszuräumen. Reiche Asiaten sind dabei nicht nur als Kunden gefragt. Zwei Cousins aus der katarischen Herrscherfamilie bauen ihre Rolle als Ankeraktionäre aus.

Im Video: Sven Clausen, stellvertretender Chefredakteur von mm, über die drohende Milliardenstrafe und mögliche Liquiditätsprobleme der Deutschen Bank

Foto: manager-magazin.de / Wochit

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