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Frauen in Führungspositionen: Die 50 einflussreichsten Frauen der Wirtschaft

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Untersuchung zu Dax-Vorständen Nur wenig mehr Frauen schaffen es in die Zirkel der Macht

Der Frauen-Anteil in deutschen Vorstandsetagen wächst kaum. Die Führungszirkel börsennotierter Firmen bleiben eine Männer-Domäne, zeigt eine Studie. Unter den Branchen ist der Unterschied allerdings erheblich.
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Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen börsennotierter deutscher Unternehmen steigt - aber nur leicht. In den 160 im Dax, MDax, SDax und TecDax notierten Firmen arbeiteten zum Stichtag 1. Juli insgesamt 43 weibliche Vorstände, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) hervor.

Das seien vier mehr als zu Jahresbeginn und acht mehr als vor einem Jahr. Ihnen stehen 627 Männer gegenüber. Das entspricht einem Frauenanteil von 6,4 Prozent in den obersten Führungszirkeln, vor einem halben Jahr waren es 5,9 Prozent.

"Deutsche Vorstandsetagen sind noch immer mehrheitlich männliche Monokulturen", sagte Ana-Cristina Grohnert, Mitglied der EY-Geschäftsführung. "Und wenn die Zahl der Frauen in den Vorstandsgremien weiter so langsam steigt wie im letzten Jahr, wird es bis zum Jahr 2038 dauern, bis ein Drittel der Vorstandsposten mit Frauen besetzt sind."

Bei Banken und im Leitindex am meisten Frauen in den Vorständen

Am höchsten ist der Frauenanteil der Studie zufolge in den Vorstandsetagen von Banken und Versicherungen (14 Prozent). Im IT-Sektor sind es hingegen 1 Prozent; im Energiesektor sei nach wie vor kein einziges Vorstandsmitglied weiblich.

In den im Leitindex Dax notierten Unternehmen erhöhte sich die Zahl der Top-Managerinnen von 18 auf 20. Das entspricht 10,3 Prozent. Inzwischen haben den Angaben nach 16 der 30 Dax-Konzern mindestens eine Frau im Vorstand. Vor einem Jahr waren es 13.

Bei den im Technologieindex TecDax notierten Firmen finden sich hingegen wie schon zu Jahresbeginn nur drei weibliche Vorstände, während die Zahl ihrer männlichen Kollegen um zwei auf 102 gestiegen ist, erklärte EY.

Frauenanteil in Dax-Aufsichtsräten deutlich höher

Deutlich höher ist der Frauenanteil in Aufsichtsräten. Bei den 30 Dax-Konzernen überschritt er nach früheren Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) insgesamt erstmals die 30-Prozent-Marke.

Seit Anfang 2016 müssen 101 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen bei Neubesetzungen des Kontrollgremiums sicherstellen, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden. Wird dieser Anteil nicht erreicht, bleiben die Stühle unbesetzt. Die Quote gilt nicht für Vorstände.

Die Frauenquote habe jedoch einen Mechanismus ausgelöst, dem sich langfristig kein Unternehmen entziehen könne, sagte Grohnert. Die Befürchtung, dass es nicht genügend qualifizierte Frauen für die Topetagen gebe, teilt sie nicht: "Was für Aufsichtsräte gilt, das gilt auch für Vorstände: Es gibt genügend Frauen, die das können."

rei/Reuters/dpa
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