Ex-Deutsch-Banker Clemens Börsig verlässt Vatikan-Bank im Streit

Als Aufsichtsratschef kontrollierte er einst die Deutsche Bank. Dann sollte Clemens Börsig die skandalumwitterte Vatikan-Bank neu ordnen. Nun verlässt er den Vatikan - im Streit.
Clemens Börsig

Clemens Börsig

Foto: Frank Leonhardt/ picture alliance / dpa

Der frühere Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Clemens Börsig, verlässt die Führung der Vatikan-Bank im Streit. Er habe ebenso wie sein italienischer Vorstandskollege Carlo Salvatori wegen unterschiedlicher Ansichten über die Führung des Instituts seinen Posten geräumt, teilte der Vatikan am Mittwochabend mit.

Börsig und Salvatori waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die beiden gehörten zu sechs 2014 ernannten nicht-klerikalen Vorstandsmitgliedern, die für mehr Transparenz in der von Skandalen erschütterten Bank sorgen sollten.

Gegen die auch als Institut für religiöse Werke bekannte Bank hatte es schwere Vorwürfe gegeben. Der frühere Vatikan-Bank-Chef Ettore Gotti Tedeschi musste wegen verdächtiger Millionen-Transfers seinen Hut nehmen. Papst Franziskus hatte eine Schließung des Geldhauses erwogen, sich dann jedoch für Reformen entschieden.

rei/Reuters
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