Carl Icahn als US-Finanzminister? Milliardär gibt Donald Trump einen Korb

Von Arne Gottschalck
Donald Trump: Nie um eine große Geste verlegen

Donald Trump: Nie um eine große Geste verlegen

Foto: REUTERS

Donald Trump hatte es sich so schön vorgestellt - zuerst wird er Präsident der vereinigten Staaten von Amerika, dann sichert er sich die Dienste von Carl Icahn als Finanzminister. Nicht zwingend in dieser Reihenfolge. Zumindest aber hat er wiederholt davon gesprochen, den Brachialinvestor Icahn zum Finanzminister machen zu wollen, schreibt "CNN money". 

Im Juni sagte der Umworbene "nein", im August dann hieß es "yes" und nun wieder "no way". Allerdings unterstütze er Trumps Kandidatur. Weil Trump Washington wachrütteln könne. "Ich sehe da nicht, wen ich sonst unterstützen könnte."

Icahn ist nicht nur einer der reichsten Amerikaner mit etwas über 21 Milliarden Dollar Vermögen, sondern einer der bekanntesten aktivistischen Investoren der USA. Seit Jahrzehnten kauft er sich in schlingernde Unternehmen ein und versucht diese wieder auf Kurs zu bringen - auch mit unpopulären Maßnahmen. Zuletzt hatte er sich per Brief an AIG-CEO Peter Hancock gewendet, eine seiner Beteiligungen. Icahns Vorschlag: Die Gesellschaft in drei Gesellschaften zerschlagen, sie sei einfach zu groß, um Erfolg zu haben. Ein Treffen soll am Donnerstag stattfinden.

Ein Gutes hätte ein finales Nein von Icahn allerdings für Trump - er wäre nicht ärmer als sein Finanzminister. Und das könnte dem selbstbewussten Mann mittelfristig Probleme bereiten. Zumindest stufte Forbes sein Vermögen auf rund 4 Milliarden Dollar ein, er selbst beziffert es auf 10 Milliarden Dollar. Immer noch weniger als Icahn.