Montag, 19. August 2019

Milliardär Soros verspekuliert sich Der Mann, der die Bank von England knackte, lag beim Pfund diesmal falsch

"Erzfeind" der Bank von England: Hedgefonds-Milliardär George Soros

Eine milliardenschwere Wette gegen das Pfund hat George Soros 1992 zur Investorenlegende gemacht. Nun rutscht er erneut wegen einer massiven Abwertung der britischen Währung in die Schlagzeilen - allerdings diesmal nicht als Gewinner.

"George Soros hat nicht gegen Sterling spekuliert, während er für einen Verbleib Britanniens in der EU gestritten hat", teilte ein Sprecher des 85-Jährigen mit. Er habe vielmehr sogar auf eine Wertzunahme gesetzt.

"Allerdings hat Mister Soros wegen seines allgemein pessimistischen Ausblicks auf die Weltmärkte von anderen Investments profitiert", zitiert Yahoo Finance den Sprecher weiter: Eingereichte Dokumente seines Fonds zeigten, dass Soros etwa auf Gold gewettet habe - am Freitag kletterte das Edelmetall auf ein Zweijahreshoch.

Am Tag nach dem Brexit-Votum der Briten hatte das Pfund im Vergleich zum Dollar derweil massiv an Wert verloren und diesen Abwärtskurs auch am Montag fortgesetzt. Soros hatte im Vorfeld im Falle eines EU-Austritts eine Abwertung von bis zu 20 Prozent prophezeit. Die Briten würden die Kosten eines Brexit massiv unterschätzen, sagte Soros dem "Guardian". Nun muss er offenbar selbst unter diesen Kosten leiden.

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