Ben Bernanke wird Berater von Pimco Allianz heuert Ex-Fed-Chef Bernanke an

Von Arne Gottschalck
Ben Bernanke: Ehedem Fed-Chef, nun Chef-Berater. Unter anderem bei Pimco

Ben Bernanke: Ehedem Fed-Chef, nun Chef-Berater. Unter anderem bei Pimco

Foto: ALEX WONG/ AFP

Ben Bernanke wird Berater des Anleiheninvestors Pimco. Genauer, er wird Senior-Berater. Seine ökonomische Expertise, so das Haus, solle die Allianz-Tochter voranbringen. Dabei wird er auch Kontakt zu Kunden haben - zumindest teilweise.

Die schlichte Meldung zeugt vom zweiten Streich Bernakes. Denn erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass er bei dem Hedgefonds Citadel beginnt. Gleichfalls als Berater.

Pimco-CEO Douglas Hodge zumindest formuliert mit angemessenem Tremolo: "Wir fühlen uns geehrt, dass wir Dr. Bernanke als Berater gewinnen konnten und sind uns sicher, dass wir von seinem Fachwissen und seinen umfassenden Einblicken in die Finanzmärkte profitieren werden. Seine im Management der globalen Finanzkrise gesammelten unschätzbaren Erfahrungen werden uns dabei helfen, unsere Kunden in dem erwarteten unsicheren und herausfordernden Marktumfeld der kommenden Jahre zu unterstützen." Und Bernanke gibt artig zurück: "Ich freue mich, in meiner Rolle als Senior Advisor mit Pimcos Investmentexperten zusammenzuarbeiten und zu Pimcos Investmentprozess beizutragen."

Neu ist es nicht, dass ehemalige Zentralbankchefs ihre Expertise kommerziell nutzen. Amtsvorgänger Alan Greenspan beispielsweise war zeitweise Berater von Hedgefonds-Guru John Paulson. Und Larry Summers, zwischenzeitlich US-Finanzminister, der entscheidend die Deregulierung des Finanzsektors vorantrieb, soll als Berater von Hedgefonds mehr als nur gut verdienen.

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