Arvato-Chef Achim Berg muss Bertelsmann verlassen

Abgang von Bertelsmann: Arvato-Chef Berg muss gehen

Abgang von Bertelsmann: Arvato-Chef Berg muss gehen

Foto: Angelika Warmuth/ dpa

Achim Berg wird den Bertelsmann-Konzern mit sofortiger Wirkung verlassen. Nach dem Wunsch des Aufsichtsrats soll der auslaufende Vertrag des Vorstandsmitglieds nicht verlängert werden. Ein Manager aus den eigenen Reihen wird Berg an der Spitze der Servicetochter Arvato ersetzen. Das erfuhr manager-magazin.de aus dem Umfeld des Medienkonzerns.

In der aktuellen Printausgabe hatte das manager magazin bereits berichtet, dass Berg zuletzt im Konzern und bei der Eigentümerfamilie Mohn auf Kritik gestoßen war. Er habe den Dienstleister Arvato zwar grundlegend umgebaut, aber nicht den erhofften Geschäftserfolg erzielt. Auch wird ihm die hohe Fluktuation im Arvato-Management zur Last gelegt.

Bergs Abschied geht einher mit einem organisatorischen Umbau Arvatos. Die sieben Geschäftsseinheiten - von den Callcentern bis hin zu den Finanzdienstleistungen - sollen künftig unabhängiger voneinander agieren. Gleichzeitig ist eine engere Anbindung der Einheiten an den Mutterkonzern geplant.

Nachfolger Fernando Carro rückt für Berg in den Bertelsmann-Vorstand

Nachfolger an der Spitze von Arvato wird Fernando Carro, wie Bertelsmann am Nachmittag bestätigte. Der 50-Jährige war bislang für das Spanien- und Südamerikageschäft verantwortlich und wickelte das Buchclubgeschäft ab. Carro rückt als neuer Arvato-Geschäftsführer für Berg in den Bertelsmann-Vorstand. Weiterhin unbesetzt ist dort die Position des Finanzchefs. Die Arbeit wird aktuell von Thomas Rabe erledigt.

Der Dienstleister Arvato ist mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro (2014) nach der RTL -Group mit 5,8 Milliarden Euro der zweitwichtigste Erlösbringer für Bertelsmann. Der Konzern vermeldete für 2014 einen Gesamtumsatz von 16,7 Milliarden Euro.

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