Samstag, 7. Dezember 2019

Manfred Schneider Der Chef des RWE-Aufsichtsrats macht Schluss

Manfred Schneider: Der oberste Aufseher des Energiekonzerns RWE mag nicht mehr. Das erklärte er auf der Hauptversammlung. Ein Jahr wird er noch im Amt bleiben - und gleichzeitig ein Nachfolger gesucht,

Der angeschlagene Energiekonzern RWE muss sich in den nächsten zwölf Monaten einen neuen Aufsichtsratschef suchen. "Ich stehe für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung", sagte der amtierende Chefkontrolleur Manfred Schneider am Donnerstag bei der Hauptversammlung in Essen. Sein Mandat endet in einem Jahr. Zuletzt war spekuliert worden, der 76-Jährige könne zumindest zwei weitere Jahre dranhängen. "Die Anteilseigner werden Gespräche über die Nachfolge rechtzeitig führen", versicherte Schneider.

Der frühere Bayer-Chef war im Mai 2009 an die Spitze des Kontrollgremiums gerückt. Kurz zuvor hatte Vorgänger Thomas Fischer völlig überraschend bei der Hauptversammlung wegen anhaltender Querelen mit dem Vorstand und innerhalb des Aufsichtsrats hingeworfen. Schneider gelang es danach, den Aufsichtsrat wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen. Aktionärsvertreter äußerten am Donnerstag daher den Wunsch, dass Schneider gerade wegen der tiefen Krise des Konzerns weitermachen solle.

dpa/afx

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