Ex-Rose-Bike-Chef Marcus Diekmann verlässt Peek & Cloppenburg

Erst im Januar trat der Digitalexperte bei einer Tochter von Peek & Cloppenburg an, um das Geschäft mit Eigenmarken zu stärken. Nun soll Marcus Diekmann das Unternehmen bald wieder verlassen.
Kurzes Intermezzo bei P&C: Marcus Diekmann, Ex-Chef des Fahrradherstellers Rose, verlässt das Unternehmen nach nur drei Monaten wieder

Kurzes Intermezzo bei P&C: Marcus Diekmann, Ex-Chef des Fahrradherstellers Rose, verlässt das Unternehmen nach nur drei Monaten wieder

Der Digitalexperte Marcus Diekmann (42) wird seinen Posten beim Familienunternehmen Peek & Cloppenburg (P&C) nach Informationen des manager magazins zeitnah räumen. Aktuell ist er noch Co-Chef bei der International Brands Company KG (IBC), einer Tochter der Düsseldorfer. Weder Diekmann noch P&C wollten sich auf Anfrage dazu äußern.

Erst Anfang Januar war er angetreten, um die umsatzstarken, aber weitgehend unbekannten Eigenmarken (u.a. Review und Jake*s) des traditionellen Modehändlers zu stärken und einen erfolgreichen Direktvertrieb aufzubauen. Diese haben Brancheninsidern zufolge einen Anteil von etwa 20 bis 30 Prozent am Gesamtumsatz, der zuletzt stark rückläufig war.

Das Ausscheiden Diekmanns kommt überraschend, da er persönlich von Patrick Cloppenburg (39), Mitgesellschafter des Familienunternehmens, nach Düsseldorf geholt wurde. Diekmann war zuvor Chef des Fahrradherstellers Rose, wo er noch im Beirat als Mitgesellschafter sitzt.

Diekmann sagte einmal, er unterwerfe sich nur gemeinsamen Zielen

Diekmanns drohendes Aus bei P&C sei auch einer Kultur geschuldet, die sehr stark auf Hierarchien baut, heißt es im Unternehmen. Diekmann selbst sagte einmal, er unterwerfe sich nur gemeinsamen Zielen, nie aber gewachsenen Strukturen.

Der starke Mann bei den Düsseldorfern heißt Edgar Hert (34), 2018 wechselte der Einkaufsspezialist vom Autobauer Mercedes Benz zu P&C und gehört mittlerweile der Geschäftsführung an. Hert gilt als enger, persönlicher Vertrauter von Patrick Cloppenburg.

Bisher führten Diekmann und Konstantin Kirchfeld (38) die IBC zusammen, Kirchfeld als Geschäftsführer; Diekmann hingegen ist bisher nicht als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen worden. Diekmann engagiert sich aktuell ehrenamtlich für "Job Aid Ukraine", einer Jobbörse für ukrainische Flüchtlinge.