Mitten im Unternehmensumbau Pearson-Verlag holt Ex-Disney-Manager an die Spitze

Der Ex-Disney-Manager Andy Bird wird neuer Chef des weltweit größten Bildungsverlags und ehemaligen "Financial Times"-Besitzers Pearson.
Andy Bird

Andy Bird

Foto: Will Oliver / picture alliance / dpa

Der Bildungsverlag Pearson hat Andy Bird zum neuen CEO ernannt . Der Manager gilt als Medienveteranen, unter anderem leitete er viele Jahre den internationalen Zweig von Walt Disney, 2018 verließ er den US-amerikanischen Konzern. Nun soll Bird helfen, das Unternehmen weiter umzubauen. Einer Mitteilung zufolge soll er am 19. Oktober mit dem neuen Job beginnen. Der derzeitige Chef John Fallon (58) werde bis zu diesem Datum auf seinem Posten bleiben und dann aus dem Vorstand ausscheiden. Bis Ende des Jahres soll er als Berater zur Verfügung stehen. Bird war bereits am 1. Mai in den Vorstand  von Pearson berufen worden.

"Mithilfe seiner Erfahrung und Fähigkeiten, sind wir in einer sehr guten Position, um die Transformation von Pearson fortzusetzen", sagte Pearson-Verwaltungsratschef Sidney Taurel (71).

Pearson gilt als weltweit größter Bildungsverlag, größter Konkurrent ist Penguin Random House aus dem Hause Bertelsmann. In den vergangenen Jahren hat das britische Unternehmen tausende Arbeitsplätzen abgebaut und umstrukturiert. Unter anderen wurde die Verlagsgruppe "Financial Times" an die japanische Mediengruppe Nikkei für 844 Millonen Pfund (circa 1,2 Milliarden Euro) verkauft. Und auch beim Wirtschaftsmagazin "Economist" wurde der Anteil reduziert.

Ziel ist es künftig, verstärkt Lehrbücher und Kursunterlagen online zu verkaufen. In einem Video zu seiner Ernennung, spricht Bird von "digital first" für ein nachhaltiges Wachstum. 2019 erwirtschaftete die Mediengruppe Pearson einen Umsatz von rund 3,87 Milliarden Pfund und verzeichnete gegenüber dem Vorjahreswert wiederholt einen Rückgang. 2018 waren es noch 4,13 Milliarden Pfund.

Anfang dieses Jahres gehörte Pearson zu den wenigen großen Unternehmen, die an einer Dividendenausschüttung an die Aktionäre festhielten. Die Covid-19-Pandemie trage dazu bei, die Umstellung auf digitales Lernen zu beschleunigen, hieß es zu diesem Zeitpunkt.

akn/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.