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Licht aus! Warum Osram-Chef Berlien fast alles falsch machte

Vorstandschef Olaf Berlien wollte die Leuchtenfirma zum Hightechkonzern umbauen. Doch er hat das Unternehmen übernahmereif gemanagt. Jetzt steht der Verkauf an. Wie konnte Osram so tief fallen? 
aus manager magazin 9/2019
Verglüht: Osram-Chef Olaf Berlien startete gut. Doch dann versenkte er Millionen in halb leer stehenden Fabriken, Fehlakquisitionen und einer aufgeblähten Verwaltung.

Verglüht: Osram-Chef Olaf Berlien startete gut. Doch dann versenkte er Millionen in halb leer stehenden Fabriken, Fehlakquisitionen und einer aufgeblähten Verwaltung.

Foto: Stefan Kröger

Ende Juli war Olaf Berlien (56) gemeinsam mit Freunden in den Alpen unterwegs. Die Truppe hatte sich Mountainbikes mit Elektromotor organisiert – immerhin sollte es 1000 Höhenmeter bergauf gehen. Und Berlien, schneidig wie immer, gab gleich ordentlich Gas.

Doch schnell sah der Vorstandschef von Osram auf der Akkuanzeige, wie unerbittlich ihm die energetische Unterstützung Strich für Strich abhandenkam. Berlien musste selbst ordentlich arbeiten, die Biketour geriet schweißtreibender als gedacht.

Immerhin kam er auf dem Gipfel an – ein rarer Erfolgsmoment für ihn in diesen Zeiten. Denn in seinem Job wird es von Tag zu Tag unwahrscheinlicher, dass er sein Ziel erreicht. Die Unterstützung schwindet, und ob er selbst noch genügend Kraft und Ideen für den Gipfelsturm hat – höchst ungewiss.

Dabei verspürte Berlien auch beim traditionsreichen Leuchtenhersteller lange einen schönen "Uphill Flow". Sein vor vier Jahren gestarteter Großaufbruch in die neue LED-Welt trieb den Kurs der Osram-Aktie in immer neue Höhen.

Kaum hatte sich Berlien des klassischen Leuchtengeschäfts namens Ledvance entledigt, investierte er wie im Rausch in neue Produktionskapazitäten und Technologien. Nun stehen im Abschwung viele Fabriken halb leer, und viele der hochgelobten Innovationen erfüllen die Erwartungen nicht.

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