Stellantis Opel bekommt ab Juni neuen Chef

Florian Huettl, bisher Europa-Vertriebsleiter bei Opel, wird ab Juni neuer Chef des deutschen Autoherstellers. Der Manager löst Uwe Hochgeschurtz ab, der nach nur neun Monaten in die operative Leitung des Europageschäfts von Stellantis wechselt.
Er soll Opel in die elektrische Ära führen: Florian Huettl, ab Juni neuer Chef des Rüsselsheimer Autoherstellers

Er soll Opel in die elektrische Ära führen: Florian Huettl, ab Juni neuer Chef des Rüsselsheimer Autoherstellers

Foto: Andreas Liebschner / Opel

Der Autohersteller Opel erhält schon wieder einen neuen Chef. Nach nur neun Monaten in dieser Funktion übernimmt Uwe Hochgeschurtz (59) zum 1. Juni die operative Leitung des Europageschäfts für den Mutterkonzern Stellantis. Sein Nachfolger in Rüsselsheim wird Florian Huettl (45), der bislang den Europa-Vertrieb der Marken Opel und Vauxhall verantwortet hat, wie Stellantis am Mittwoch in Amsterdam weiter mitteilte.

Huettl ist seit März 2021 in dem von PSA und Fiat-Chrysler begründeten Stellantis-Konzern beschäftigt. Der frühere Renault-Manager hat berufliche Erfahrungen in Großbritannien, Frankreich, der Schweiz und Russland gesammelt. Er soll den Angaben zufolge Opel in die elektrische Ära führen.

Opel hat als eigenständige Marke kaum noch Bedeutung

Huettls Vorgänger Hochgeschurtz hatte erst im vergangenen September das Amt des Opel-Chefs übernommen. Zuvor war auch er bei Renault aktiv. In seiner dortigen Rolle als Deutschlandchef erarbeitete er sich einen guten Ruf. Während seiner Amtszeit stieg der Marktanteil der französischen Gruppe an den Pkw-Neuzulassungen hierzulande von knapp 5,5 Prozent im Jahr 2016 auf über 6 Prozent im Jahr 2020. Nun steigt der 59-Jährige nach nur einem Dreivierteljahr an der Opel-Spitze weiter auf.

Hochgeschurtz Vorgänger Michael Lohscheller (53) hatte vor dessen Wechsel in Rüsselsheim entnervt hingeworfen. Stellantis-Chef Carlos Tavares (63) hatte die Eigenständigkeit der deutschen Traditionsmarke zuvor schrittweise einkassiert. Die schnelle Rochade auf dem Opel-Chefsessel und die Ernennung des in Rüsselsheim noch ziemlich unbekannten Huettl - er war erst Anfang 2022 zu der Marke gestoßen - kann man als weiteren Beleg für die schwindende Bedeutung des Fabrikats werten.

dri/sey/dpa