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Online zum Job

Die drei wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Bewerbung
aus manager magazin 3/2000

Wie finde ich interessante Jobs?

Wer in die IT-Branche einsteigen möchte, findet seinen Traumjob kaum noch in den klassischen Stellenmärkten der Tageszeitungen. Attraktive Jobs werden im Internet angeboten.

Eine gute Anlaufstelle ist die Suchmaschine worldwidejobs.de (www.wwj.de). Das neu entwickelte Jobportal listet über 70 000 Stellen aus über 2000 Unternehmen auf. Worldwidejobs greift auf die Schwarzen Bretter der Unternehmen zu, per Mausklick können Interessenten dort die Jobbeschreibungen nachlesen.

Hilfreich bei worldwidejobs sind Sonderrubriken, in denen zum Beispiel Unternehmen aufgeführt sind, die ihren Mitarbeitern Aktienbeteiligungen anbieten, oder Branchenrubriken, in denen etwa "4000 Traumjobs für Kreative" zu finden sind.

Jobbörsen für den IT-Bereich gibt es jede Menge. Empfehlenswert ist die Seite von DV-Job (www.dv-job.de/ stellenangebote.html). Weitere nützliche Internet-Adressen von Jobbörsen stehen im Online-Angebot von manager magazin (www.managermagazin.de).

Wie bewerbe ich mich online?

Eine Online-Bewerbung muss alle Informationen auf einen Blick bieten. Das bedeutet, den Inhalt zu komprimieren und alle Wiederholungen zu vermeiden, zum Beispiel die doppelte Erwähnung von Praktika im Anschreiben und im Lebenslauf.

Für Individualität bleibt bei vorgefertigten Online-Formularen wenig Raum. Die ist bei Großunternehmen wie Hewlett-Packard (HP) aber auch gar nicht gefragt. "Wir können so die Bewerbungen besser vorsortieren", sagt HP-Personalreferent Peter Ernst (48).

Der Vorteil für die Bewerber ist, dass der Abteilungsleiter die Bewerbung sofort auf den Tisch bekommt. Dicke Anlagen sind bei HP sowieso nicht mehr gefragt. Wer Interesse geweckt hat, wird im nächsten Schritt per Telefoninterview geprüft und erst dann zu einem Gespräch eingeladen.

Bei Jobangeboten im Multimediabereich wird häufig erwartet, dass die Bewerber Links auf ihre Homepage angeben. So kann der Personalfachmann per Mausklick prüfen, ob der Kandidat die versprochenen Kenntnisse tatsächlich umsetzen kann. Gute Seiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie logisch aufgebaut und optisch durchgängig gestaltet sind.

Trotz aller Vorteile des neuen Mediums sollten sich Bewerber nicht blind darauf verlassen, dass die E-Mail auch angekommen ist. Besser ist es, telefonisch noch mal nachzufragen.

Wie verhalte ich mich im Bewerbungsgespräch?

Wer sich bei großen Konzernen vorstellt, muss wohl nicht mit Überraschungen rechnen. Hier kommt es wie bisher auf gutes Auftreten, korrekte Kleidung und einen möglichst lückenlosen Lebenslauf an.

In Internet-Start-ups dagegen wird von den Kandidaten erwartet, dass sie nicht allzu stromlinienförmig sind. Lockere Kleidung ist bei den Gründern eher üblich und auf keinen Fall ein Killerkriterium. Stures Abhaken des Lebenslaufs ist die Ausnahme. Wichtiger ist die Frage, welchen konkreten Beitrag der Kandidat für die Entwicklung des Unternehmens liefern kann und welche Ideen er hat.

Im Gegensatz zu Vorstellungsgesprächen in Konzernen ist die Frage nach dem Gehalt keineswegs verpönt.

Im Gegenteil. Viele Gründer im IT-Geschäft haben sich den Gepflogenheiten der US-Firmen angepasst und bieten ihren Mitarbeitern neben einem festen Gehalt Beteiligungsmodelle an, meist über Aktien. Bewerber sollten sich also nach solchen zusätzlichen Leistungen erkundigen.

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