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Die Profiteure des Wiesn-Hypes Wie die Milliardenmarke Oktoberfest gemanagt wird

Hinter Deutschlands bekanntester Exportmarke steht ein knallhartes Businessmodell. Mit Akribie und Strenge schützen die Macher ihr Geschäft, damit alle maximal profitieren.
Von Angela Maier und Eva Müller
aus manager magazin 10/2019

Foto: Armin Smailovic / Agentur Focus

Im August gönnt sich Michael Käfer (61) immer ein paar Auszeiten. Im bayerischen Ferienmonat kommt der Gastronom und Unternehmer (140 Millionen Euro Umsatz) nur zwei Tage die Woche ins Büro. Ansonsten weilt er mit Gattin Clarissa und den Zwillingsbuben im Wochenendhaus in Rottach-Egern. Am Tegernsee will er Kraft tanken für seine zwei härtesten Wochen des Jahres: das Oktoberfest in München.

Das Handy klingelt beim Wirt der "Käfer Wiesn-Schänke" dennoch schon beim Frühstück auf der Terrasse. Showgrößen, Sportler, Unternehmer, meist fragen sie: "Du, hast an Tisch für mi?" Unlängst schickte Tammy Murphy (54), First Lady im US-Bundesstaat New Jersey, eine Bettelmail. Ihr Phil, der Gouverneur und frühere US-Botschafter in Berlin, liebe die "Wiesn" doch so sehr.

Natürlich macht Käfer ("Ich kann nicht Nein sagen") etwas möglich. Das Paar kann am zweiten Wochenende der 16-tägigen Party ein Eckchen in seinem als Edelalm ausstaffierten Zelt belegen. Und das obwohl Innenplätze "von Generation zu Generation vererbt werden".

So läuft das auf der Wiesn: global, aber auch sehr nach Münchener Art; ausgebufft, aber irgendwie herzlich. Mit dieser einzigartigen Mischung ist die Wiesn zum größten Volksfest der Welt geworden. Und zu einer Geldmaschine. Für 2018 bezifferte die Stadt die Wirtschaftskraft des Oktoberfests auf 1,23 Milliarden Euro. Dieses Jahr will Clemens Baumgärtner (43), Wirtschaftsreferent und damit auch Wiesn-CEO, die Summe einmal "sauber ausrechnen", bei Wirten und Schaustellern, bei Taxifahrern, Trachtenläden und Hoteliers. Dann gehe sie wohl eher "Richtung zwei Milliarden Euro".

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