Ende von Opec+? Ölförderbündnis Opec erwägt Ausschluss Russlands

Russlands Ölproduktion dürfte in diesem Jahr wegen der Sanktion sinken. Das Bündnis Opec erwägt nun, Russland von einer Fördervereinbarung auszuschließen, damit andere Staaten mehr pumpen können. Dies könnte das Ende für Opec+ bedeuten.
Knappes Angebot bei hoher Nachfrage treiben derzeit den Ölpreis: Die 13 Opec-Mitglieder sowie weitere Förderländer bilden zusammen das Bündnis Opec+

Knappes Angebot bei hoher Nachfrage treiben derzeit den Ölpreis: Die 13 Opec-Mitglieder sowie weitere Förderländer bilden zusammen das Bündnis Opec+

Foto: Robert Burch / McPHOTO / IMAGO

Einige Mitglieder des Ölkartells Opec erwägen, Russland aus einer Ölfördervereinbarung auszuschließen. Hintergrund der Überlegungen sei, dass die westlichen Sanktionen die Fähigkeit des Landes beeinträchtigten, mehr Rohöl zu produzieren, berichtet das "Wall Street Journal " (WSJ) am Dienstag unter Berufung auf Opec-Kreise. Die 13 Opec-Mitglieder sowie weitere Förderländer bilden zusammen das Bündnis Opec+. Russland ist Nicht-Opec-Mitglied.

Bei einem Ausschluss Russlands könnten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Opec-Mitgliedsländer mehr fördern, um die Produktionsziele zu erreichen. Die USA und die europäischen Staaten hatten das Bündnis dazu gedrängt, die Produktion auszuweiten, da die Invasion in der Ukraine die Ölpreise ansteigen ließ. In dieser Woche stieg der Preis für die Rohölsorte Brent auf über 120 Dollar pro Fass. Einer früheren Einschätzung eines Experten zufolge könnte dies das Ende für Opec+ bedeuten, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören.

Russland, einer der drei größten Erdölproduzenten der Welt, hat sich im vergangenen Jahr mit der Opec und neun Nicht-Opec-Ländern darauf geeinigt, jeden Monat mehr Rohöl zu pumpen. Jetzt wird jedoch erwartet, dass dessen Produktion in diesem Jahr um etwa 8 Prozent sinken wird.

Die Vertreter der Opec+-Staaten werden am Donnerstag zusammentreffen. Es wird erwartet, dass sie vom Kurs der geplanten Ausweitung der Förderung um 432.000 Barrel pro Tag nicht abweichen.

dri/Reuters
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