Pannen-Airport startet mitten in Krise Neuer Berliner Flughafen braucht wohl halbe Milliarde Euro Staatshilfe

Die Entstehungsgeschichte des neuen Berliner Flughafens war bereits eine einzige Peinlichkeit. Doch das Elend nimmt kein Ende: Der Airport wird wohl vom Start weg Unterstützung benötigen.
Flughafen Berlin Brandenburg aus der Luft

Flughafen Berlin Brandenburg aus der Luft

Foto: Soeren Stache / dpa

Die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft benötigt im nächsten Jahr möglicherweise mehr als eine halbe Milliarde Euro Finanzhilfe vom Staat. Der Aufsichtsrat stimmte am Freitag zu, Darlehen in Höhe von bis zu 552 Millionen Euro bei den Gesellschaftern aufzunehmen, wie das Unternehmen mitteilte. Gesellschafter sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund.

"Solange Corona das Reisen und den Flugverkehr bestimmt, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup (63). Bis es einen Impfstoff gegen die Seuche gebe, bleibe es eine schwierige Zeit für alle Flughäfen in Deutschland.

Allerdings hatte das Unternehmen schon vor der Corona-Krise einen Bedarf von etwa 375 Millionen Euro für 2021 angemeldet, vor allem weil dann noch Rechnungen für den neuen Hauptstadtflughafen BER zu begleichen sind. Er soll nach jahrelangen Verzögerungen am 31. Oktober ans Netz gehen.

Für das nächste Jahr rechnet das Unternehmen dort mit etwa 18 Millionen Fluggästen. Im vergangenen Jahr waren es an den Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld knapp 36 Millionen Passagiere. In diesem Jahr werden nur 10 Millionen erwartet.

cr/dpa-afx
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