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Der neue MLP-Aufsichtsratschef
aus manager magazin 12/2008

Mitte Dezember wird sich Manfred Lautenschläger (69), Gründer, Großaktionär und langjährige Nummer eins des Finanzdienstleisters MLP, von seinem Posten als Aufsichtsratsvorsit- zender zurückziehen. Das hat er Anfang 2008 angekündigt; seinen Sitz im Kontrollgremium wird er jedoch behalten. Eingeweihten ist mindestens genauso lange klar, dass Peter Lütke-Bornefeld (62), MLP-Aufseher seit 2002, neuer Chef des Kontrollgre- miums wird. Am 11. Dezember, genau vier Tage vor Lautenschlägers 70. Geburtstag, wird der Wechsel nun offiziell vollzogen. Vom Versicherungsgeschäft versteht der studierte Soziologe mit dem Doppelnamen eine ganze Menge. 1990 zog er in den Vorstand der Kölnischen Rück ein, seit 1993 ist er die Nummer eins des Unternehmens, das heute Teil der Gen Re ist und von Berkshire Hathaway kontrolliert wird, der Holding des US-Milliardärs Warren Buffett. Dass er sich nach der Übernahme durch die Amerikaner noch so lange an der Spitze des Rückversicherers halten konnte, verdankt er auch der geschmeidigen Art, mit der er die Integration der Kölnischen Rück in das Buffett-Imperium begleitete. Diese Fähigkeit wird Lütke-Bornefeld, der seinen Job Ende März 2009 abgibt, auch in seinem neuen Amt gut gebrauchen. Er ist vor allem als Moderator zwischen den Großaktionären gefordert. Die Fronten sind verhärtet, seit die Swiss Life sich im Sommer überfallartig 27 Prozent der Aktien sicherte. Als Abwehrmaßnahme hatte MLP zusammen mit Allianz, Axa und dem britischen Immobilienfinanzierer HBOS eine Kapitalerhöhung organisiert, die den Anteil der Schweizer wieder unter die Sperrminorität von 25 Prozent drückte. Dietmar Palan

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