Erste Großveranstaltung in Europa Mobile World Congress soll Massen nach Barcelona locken - Ericsson sagt ab

Mal wieder eine Großveranstaltung mit bis zu 50.000 Teilnehmern? Die Messeveranstalter des Mobile World Congress wollen es im Juni in Barcelona wieder versuchen. Doch mit Branchenschwergewicht Ericsson fällt schon ein wichtiger Aussteller aus.
Generalprobe: In Shanghai probierte der Mobile World Congress im Februar sein Messekonzept schon einmal aus

Generalprobe: In Shanghai probierte der Mobile World Congress im Februar sein Messekonzept schon einmal aus

Foto: via www.imago-images.de / imago images/VCG

Die Veranstalter der Mobilfunkmesse Mobile World Congress, die trotz Corona-Risiken an dem Großereignis Ende Juni festhalten, haben die erste Absage eines prominenten Ausstellers kassiert. Der Mobilfunkausrüster Ericsson teilte am Dienstag mit, dass er der Messe in Barcelona fernbleiben werde. Grund sei die Sorge um die Gesundheit der Mitarbeiter. Die Branchenvereinigung GSMA als Organisator hatte am Montag angekündigt, dass sie 45.000 bis 50.000 Teilnehmer zusammenbringen wolle. Damit wäre der Mobile World Congress die erste internationale Großveranstaltung seit Beginn der Pandemie.

Zu dem Montag vorgestellten Sicherheitskonzept der GSMA für die Messe in Barcelona gehören Schnellteststationen, zusätzliche Ein- und Ausgänge in den Messehallen, verbesserte Lüftungsanlagen und eine Maskenpflicht. Die Teilnehmer werden auch eine App herunterladen müssen, die zur Kontaktnachverfolgung verwendet werden kann.

Der Mobile World Congress würde mit dem geplanten Format bereits deutlich kleiner als zuletzt üblich ausfallen: Zur vergangenen Auflage 2019 kamen 109.000 Besucher. Der wichtigste Branchentreff der Mobilfunkindustrie, der üblicherweise im Februar stattfindet, war im vergangenen Jahr unter den ersten Großereignissen, die wegen der Pandemie abgesagt wurden. Die GSMA erprobte ihr Sicherheitskonzept vor wenigen Wochen bei einer Veranstaltung mit 17.000 Teilnehmern in Shanghai. Dabei seien keine Corona-Fälle festgestellt worden.

Allerdings gilt das für ganz China im gesamten Monat Februar. In Spanien dagegen ebbt die dritte Corona-Welle seit Anfang Februar zwar deutlich ab, noch immer werden jedoch einige tausend Neuinfektionen pro Tag gezählt. In der Provinz Barcelona lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 60,85 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

ak/dpa-afx
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