Produktpiraterie Das Milliardengeschäft mit der Kopie

Deutschlandweit beschert Produkt- und Markenpiraterie kleinen und mittleren Unternehmen Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe, besagt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung.

Karlsruhe - Durch Produkt- und Markenpiraterie verbuchen kleine und mittlere Unternehmen Umsatzeinbußen von bis zu zehn Prozent. Nach einer am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) kann durch das Geschäft mit kopierten Waren - bezogen auf den Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes - bis zu 50 Milliarden Euro Schaden in Deutschland entstehen.

Produktpiraterie ist kein Einzelfall: Mehr als zwei Drittel der Unternehmen gaben bei der Befragung im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums an, dass sie schon einmal von der illegalen Verletzung rechtlich geschützten Wissens betroffen gewesen seien. Bei der Verletzung von Patentschutzrechten liegt der Wert bei 64 Prozent. Von einer Verletzung der Markenrechte ist laut Befragung schon die Hälfte der Unternehmen betroffen gewesen. Angaben über den Zeitraum der Studie und die Zahl der befragten Unternehmen machte das ISI zunächst nicht.

Der Schutz des geistigen Eigentums sei gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen von hoher wirtschaftlicher Bedeutung, so das Institut. Nach Ansicht des ISI sollte der Fokus nicht nur auf dem Patentschutz liegen. Kleinere Firmen sollten mehr beraten werden, wie sie auch Geschäftsgeheimnisse besser schützen könnten. Auch sollten demnach mehr Experten ausgebildet werden, die das geistige Eigentum gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen besser bewahren können.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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